Balladen sind ein echtes „Stroh“-Feuer

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.. Da soll mal einer sagen, Lehrer hätten keinen Humor. Weit gefehlt. Der ehemalige „Direx“ einer Duisburger Gesamtschule, Dr. Peter Borjans-Heuser, nutzt nicht erst seit seinem Ruhestand seine Freizeit zum Schreiben. Gelesen und gehört hat er viel: mit Sicherheit Erich Kästner, Wilhelm Busch, Heinz Erhardt und sowieso Ringelnatz. Neben Tief- und Scharfsinnigem über das Leben auf See, lässt der Autor einen tiefen Blick in sein Inneres zu. So auf der Lesung am vergangenen Freitagabend im Rahmen der Ausstellung „Blickwinkel“ der Künstlergemeinschaft „Salon Vio l’Art“ in der WAZ. Borjans-Heuser zitierte aus seinem jüngsten Buch „Dr. Stroh“, das er mit „Böse Balladen“ untertitelt. So sehr sich Gymnasialdirektor Dr. Stroh auch bemüht, ernst genommen zu werden, so sehr macht er sich immer wieder lächerlich – und strotzt nur so vor allerdings auch liebenswerten Macken. Lediglich seine Frau Ingeborg weiß, wie sie mit „Ströhchen“ umzugehen hat. Borjans-Heuser räumt immer wieder Autobiografisches ein. Einfach ein Hör- und Leserlebnis.

Auch die Malerin und Autorin Angelika Stephan, die lebensnahe Kurzgeschichten vortrug, sowie der Gitarrist Mitchel Summer gestalteten die Lesung mit.

Die Ausstellung „Blickwinkel“ in der WAZ an der Hüller Straße ist montags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

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