AWO wird zum Künstlertreff

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.  Einen vielfältigen Kultur-Mix „made in Wattenscheid“ verspricht der „Künstlertreff WAT“ im Rahmen seiner nächsten Ausstellung zu präsentieren. Mit einer Vernissage am Freitag, 24. August, um 18 Uhr startet das Programm rund um Lyrik, Musik, Malerei und Schauspiel in den Räumen der AWO am August-Bebel-Platz 2a, die Ausstellung ist danach noch weit bis ins Jahr 2013 im „CentrumCultur“ zu sehen.

Mit Beginn der Ausstellungseröffnung werden zunächst alle beteiligten Mitglieder der Künstlergemeinschaft ihre Werke vorstellen. Der feierliche Auftakt wird dabei durch die Musik von Peter Maus untermalt. Immer wieder sollen im Laufe der kommenden Monate melodische, lyrische oder schauspielerische Darbietungen die Malereien und Objekte der Künstler in Form von begleitenden Veranstaltungen akzentuieren. „Alles, was im weitesten Sinn mit Kunst und Kultur zusammenhängt, werden wir zeigen“, kündigt Karikaturist Waldemar Mandzel aus den Reihen des „Künstlertreff WAT“ an. Sozialkritische Themen, die durchaus jeweils einen aktuellen Bezug haben, stehen im Vordergrund. Die gemeinschaftliche Ausstellung läuft bis Ende September, danach stehen die Räumlichkeiten der Awo jedem einzelnen Künstler zu Verfügung. Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Veranstaltungen im Rahmenprogramm ist frei.

Die Akteure: Malen war für Edith Tesar schon als Kind die große Leidenschaft. Sie bediente sich der Farbe, und damit war nichts mehr vor ihren kreativen Händen sicher: ob Stoff, Holz, Porzellan, Glas, oder Seide. Ihr Motto lautet: „Die Seele erhellen und Freude den Menschen bringen beim Anschauen.“ Dagmar Steinmann malt gern mit Acryl, hat ihre eigene Technik entwickelt und präsentiert etwa mystische Darstellungen wie Masken und Engel. Sie zeigt außerdem Frauen mit vielen Gesichtern. Viele Arbeiten sind in Lasurtechnik entstanden.

Auch Carmen Müller-Pick macht mit. Sie wurde 1956 in Luxemburg geboren und ist 1999 „der Liebe wegen“ nach Wattenscheid gekommen. Sie begann mit Seidenmalerei, dann stieg sie um auf Acryltechnik. „Ich male gerne Karikaturen von Stars, aber genauso abstraktere oder modernere Bilder, ebenso wie afrikanische Motive“, sagt sie. Mitglied des Künstlertreffs und schon lange in der Kunst aktiv ist Gisa Collenburg. Sie genoss ihre künstlerische Ausbildung an der RUB, Fachbereich Bildende Kunst, Musisches Zentrum. Als freischaffende Malerin arbeitet sie seit 1986 und doziert im Fachbereich Malerei. In ihrem Atelier bietet sie auch Workshops. Natur, Elementares, Gewachsenes, dienen ihr als Anregung. Einer der „Creative-Commander“ des „Künstlertreff WAT“ ist Waldemar Mandzel. Der Grafik-Designer studierte Kunst und visuelle Kommunikation an der Folkwang-Universität. Er kann auf Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen, Galerien und öffentlichen Einrichtungen sowie Cartoon- und Karikaturenveröffentlichungen in regionalen und überregionalen Zeitungen sowie Magazinen verweisen.

Marion Sabine Ewald befasst sich mit Malerei und Grafik: „Die Natur dient als Ausgangspunkt meines künstlerischen Schaffens. Hierbei beschäftige ich mich mit Landschaftsstrukturen und der Wirkung von Licht und Farbe. Meine Kompositionen sind nicht Abbildungen konkreter Orte, sondern entwickeln sich im Arbeitsprozess aus erlebten Momentaufnahmen und Stimmungen in der Natur.“ Melanie Brunn-Großmann bekam im Alter von zwölf Jahren ihre erste eigene Kamera und mit 14 ein eigenes Labor. Die Arbeit begleitete sie durchs Abitur und wurde nach und nach zu ihrer Hauptbeschäftigung. Später, während des zweiten Studiums, arbeitete sie freischaffend und auch heute ist die Fotografie wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

Experimentelle Bildgestaltung gehört zum Repertoire Heidi Wehners. Dabei entstehen dreidimensionale Werke, so in Form von Collagen – u.a. Gebäudestrukturen.

Von Lyrik bis Country

Fernab der visuellen Künste bietet der Kulturstammtisch auch Musikern und Autoren ein Zuhause: So wird der Sänger Peter Maus nicht nur die Vernissage gesanglich begleiten. Maus, 1946 in Salzgitter-Bad geboren, absolvierte nach der Volksschule seine dreijährige Lehre als Bergmann mit dem Abschluss „Knappen-Brief“. Seine Welt sind deutschsprachige Songs im eingängigen Schlager-Country-Stil, auch mit Lokalkolorit.

Lyrisches über das Ruhrgebiet steht im Mittelpunkt des Schaffens von Werner Siepler. „In gereimten Versen sinniere ich seit zwanzig Jahren zum Nachdenken anregend über die Menschen und ihre Marotten. Zum Teil ziehe ich dabei humorvolle Parallelen zwischen Mensch und Tier“, schildert der frühere Verwaltungsangestellte der Stadt Bochum, der seit 2007 im Ruhestand ist. Seine schreibende Kollegin Ulrike Kappert ist gebürtige Wattenscheiderin und machte nach der Schule eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und hilft Menschen wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Sie ist außerdem ehrenamtliche Vorsitzende des Katzenhauses am Hellweg und gibt kranken Samtpfoten ein neues zu Hause. Dadurch kommt Ulrike Kappert viel mit Menschen und Tieren zusammen, so entstand bei ihr die Idee, Kurzgeschichten zu skizzieren.

Im Zentrum Wattenscheids

„Die Arbeit der AWO ist umfassend. Wir sind am August-Bebel-Platz im Zentrum Wattenscheids. Dadurch fühlen wir uns für die Menschen und ihre Kultur, für das Gemeindeleben mitzuständig“, schildert Gabriela Osterkamp-Centeno von der AWO, warum das CentrumCultur der passende Ort für die Künstler ist.

Der Kontakt ist während der Vorbereitungen zur Kulturnacht am 28. September entstanden.

 
 

EURE FAVORITEN