Ausbau der A 40 bei Wattenscheid wohl schneller beendet als geplant

Gut ein halbes Jahr vor dem festgesetzten Termin – Mai 2012 – könnten die Arbeiten zum sechsspurigen Ausbau der A 40 im Abschnitt B beendet sein. Wer die Autobahn regelmäßig in Richtung Essen befährt, kann gut verfolgen, wie fix es voran geht.

Wattenscheid. Es geht voran an der A 40-Baustelle zwischen Bahnhof- und Walzwerkstraße: Der Landesbetrieb „Straßen NRW“ drückt auf der nördlichen Seite des Bauabschnitts B mächtig auf die Tube. „Gut weit“ sei man, erklärt Projektleiter Rolf Witte und nennt ein ehrgeiziges Ziel: „Wir wollen noch im November dieses Jahr fertig werden.“ Also gut ein halbes Jahr vor dem ursprünglich festgesetzten Termin im Mai 2012.

Wer die Autobahn regelmäßig in Richtung Essen befährt, kann gut verfolgen, wie fix es voran geht. Hinter der Walzwerkstraße wächst der Lärmschutzwall auf einer Strecke von 800 Metern geradezu in den Himmel: Insgesamt bis zu 10,5 Meter hoch wird die Lärmschutzkonstruktion mit grüner Bepflanzung auf beiden Seiten, auf die eine zwei Meter hohe Lärmschutzwand aufgesetzt wird. „Das wird hier noch doppelt so hoch“, erklärt Rolf Witte bei einer Besichtigungstour.

Schutz vor Lärm

Nicht nur durch seine Höhe soll der Wall die Anwohner besser als bisher vor Lärm schützen. Witte: „Wir rücken damit näher an die Fahrbahn – und deshalb ist er umso effektiver.“ Von den Grundstücken ist die neue Lärmschutzkonstruktion bis zu sieben Meter entfernt. Bislang waren es anderthalb Meter. Nach dem Setzen der Fundamente – nach der Faustregel: Was oben rausguckt, muss unten auch rein – haben die Arbeiter zu Beginn diesen Jahres begonnen, die Beton-Fertigteile für den Lärmschutzwall zu montieren. „Der Winter hat uns zwar etwas zurück geworfen, aber das trockene Frühjahr hat einiges ausgeglichen.“

Hinter der Shell-Tankstelle ist der Lärmschutz schon komplett: Sechs Meter hoch sind die hoch schallabsorbierenden roten Betonwände. „Sie sind fast alle fertig bis auf den Bereich Westenfelder- und Bahnhofstraße“, erklärt Rolf Witte. An der Brücke Bahnhofstraße ist gerade die letzte Bohrung für die Stützwände im Gange: Bis zu sieben Metern reichen die Bohrpfähle ins Erdreich. Die Bohren selbst geht – je nach Untergrund – relativ fix. „Hier an der Brücke haben wir das Loch in zehn Minuten gebohrt, aber woanders kann es auch mal anderthalb Stunden dauern.“

Stützwände stehen schon bald

Noch drei bis vier Wochen, schätzt Witte, wird es dauern, bis die Stützwände auf der Strecke zwischen den beiden Brücken stehen. Dann schließen sich die Lärmschutzwände an. „Die oberen drei Meter der Wand an der Bahnhofstraße werden transparent sein, so dass in die Gärten der Häuser ein bisschen mehr Licht reinkommt“, verspricht Witte. Die neue Konstruktion wird auch höher sein als bisher: sechs statt vier Meter.

Rechts neben der Fahrbahn ist übrigens zu sehen, was aus den alten Lärmschutzwänden wurde: Das gebrochene Material dient hier zur Stabilisierung des Erdreichs, anderswo hat im Abschnitt B man damit Baustraßen aufgekippt. „Man muss ja nicht alles wegwerfen“, begründet Witte das Recycling.

An der Anschlussstelle Wattenscheid ist unsere Tour zu Ende: Bis zur Abfahrt Wattenscheid-West sind Fahrbahn und Lärmschutzwände fertig, dahinter beginnt der Bauabschnitt von Wittes Kollegen aus Essen. An denen wird es letztlich liegen, ob sich sein Traum erfüllt: „Ich hoffe, dass wir schon im September im A- und B-Abschnitt dreispurig fahren können.“

 
 

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