Alle 26 Einheiten an der Hüller Straße sind bereits vergeben

Die Baustelle an der Hüller Straße 110 bis 114. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll die Bodenplatte gelegt werden und im Herbst der Rohbau stehen.Fotos:Gero Helm
Die Baustelle an der Hüller Straße 110 bis 114. In den nächsten zwei bis drei Wochen soll die Bodenplatte gelegt werden und im Herbst der Rohbau stehen.Fotos:Gero Helm
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Doch können sich Intertessenten trotzdem listen lassen. Leichte Zeitverzögerung wegen Gasleitung

Alle 26 Wohnungen sind bereits vermietet, teilt die Baugenossenschaft Bochum auf WAZ-Nachfrage mit. Doch dürfen sich Interessierte natürlich auf die Warteliste setzen lassen. „Es können ja eventuell Bewerber wieder abspringen“, erklärt der hauptamtliche Vorstand Oliver Krudewig. Es geht um die neue Anlage der Baugenossenschaft Bochum an der Hüller Straße 110 bis 114, gegenüber der ehemaligen Waagenfabrik. Dort entstehen bezahlbare Wohnungen für Senioren. Im Frühjahr erfolgte der Spatenstich, jetzt wird auf dem Gelände fleißig gebaggert.

Fertigstellung im September 2014

Gebaut wird Stein-auf-Stein. „In zwei bis drei Wochen soll die Bodenplatte fertiggestellt sein“, so Krudewig. Leichten Bau-Zeitverzug von etwa 14 Tagen habe es gegeben, da Ausblasleitungen, die für die Reinigung der Gasdruckleitung wichtig seien, tiefer in das Baugrundstück hinein geragt hätten, als es auf der Karte zunächst zu sehen gewesen sei, so der Vorstand. Deshalb seien jetzt völlig neue Leitungen verlegt und ein Verbau erstellt worden, um diese Leitungen zu schützen. Diese Veränderungen seien vorgenommen worden, um auch die Sicherheit der Umgebung zu gewährleisten. Der Rohbau soll im Herbst dieses Jahres stehen. „Ansonsten soll die Wohnanlage, wie geplant, im September 2014 fertiggesellt sein“, erklärt Krudewig.

Er sagt: „Diese Seniorenwohnanlage steht für ein modernes Wohnen im Alter.“ Die Senioren ab 60 Jahren sollen hier selbstbestimmt und in den eigenen vier Wänden leben können. So sind alle 26 Wohnungen – 25 davon sind öffentlich gefördert – barrierefrei konzipiert, drei von ihnen werden sogar komplett rollstuhlgerecht angelegt. Eingebunden in die Seniorenwohnanlage ist ein Sozialraum von über 100 qm, der u.a. für Gemeinschaftsaktivitäten zur Verfügung stehen soll. Krudewig: „Die Bewohner sollen selbst bestimmen, ob sie dort Feste feiern. Doch wenn die Initiative von ihnen ausgeht, sind wir gern bereit, auch mit Hilfe unseres Sozialarbeiters, tatkräftig bei Planung und Durchführung zu helfen.“ Das Neubauvorhaben wird mit öffentlichen Mitteln finanziert. Runde 3,8 Mio Euro soll der Komplettbau kosten, etwa zwei Millionen kommen zinsvergünstigt von der NRW-Bank. So sei die Vermietung der Wohnungen zudem sozial gebunden und entsprechend bezahlbar. Bewerber sollten also einen Wohnberechtigungsschein (WBS) vorweisen können. Die Größe der Wohnungen, 2,5- Zimmer bzw. eine Wohnung mit 3,5-Zimmern – in Größenordnungen zwischen knapp 46 und 62 qm – soll besonders Alleinstehende bzw. ältere Ehepaaren ansprechen. Der Kaltmietpreis liege bei 4,85 Euro. Der Seniorenwohnungs- Komplex wird mit drei Aufzuganlagen ausgestattet.

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