Wucherndes Grün behindert Radfahrer

Auf der Schützenstraße wirds für Radfahrer und Fußgänger zunehmend eng. Schuld daran ist wucherndes Grün, das aus Bürgersteig und Radweg ein Nadelöhr macht. Ein Anwohner beschwert sich. Doch die Stadt vertagt den Rückschnitt.

Herten-Süd. Betroffen ist die Schützenstraße in Richtung Stadtmitte, nahe der Kreuzung Herner Straße. Auch der Platz in direkter Nähe ist ungepflegt, die Natur hat die Fläche weitgehend erobert.
"Gefährdung für den Verkehr" Zuständig für die Pflege der städtischen Grünanlagen sind die Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs (ZBH). Dort hat unser Leser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, mehrmals angerufen. "Das Unkraut wuchert bis weit über den Bürgersteig. Das ist eine Gefährdung für den Verkehr. Die ZBH-Mitarbeiter haben mir gesagt, sie würden sich darum kümmern."

Tatsächlich haben sich die Mitarbeiter vor Ort ein Bild gemacht, sagt Stadtsprecherin Calina Herzog. "Der ZBH hat die Hinweise des Bürgers aufgenommen und die genannte Stelle begutachtet." In diesem Fall, so Herzog, habe keine "Verkehrssicherungsgefährdung" festgestellt werden können. Im Klartext: Für Fußgänger, Radler und Autofahrer besteht nach Auffassung der ZBH-Mitarbeiter keine Gefahr. Aus dem Grund wurde der Grünschnitt vertagt. "Das heißt nicht, dass dort nicht geschnitten wird", sagt Herzog. Es gebe an anderen Stellen im Stadtgebiet einfach größeren Handlungsbedarf. Stellen, an denen eine Verkehrsgefährdung vorliegt, haben Vorrang.
45 Mitarbeiter für 310 Hektar Fläche 45 Fachkräfte des ZBH bewirtschaften im Stadtgebiet insgesamt 310 Hektar Fläche. Sie begutachten die Grünflächen und priorisieren die Maßnahmen anschließend. "Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern werden bei den Prüfungen berücksichtigt", sagt Herzog. Sie räumt aber ein: "Was in diesem Fall zu kurz gekommen ist, ist die Rückmeldung an den Bürger."
Bürgerinnen und Bürger können sich beim Service "Saubere Stadt" unter Tel. 02366/303101 melden. Dort werden ihre Hinweise zu ungepflegten Orten im Stadtgebiet aufgenommen. Die genannten Stellen werden im Anschluss von Mitarbeitern des ZBH vor Ort begutachtet.

Jens Artschwager