Viele Fragen ums Herten-Forum

Michael Jacobs
Was wird aus dem Herten-Forum? Es gibt noch viele Fragen mit dem Investor THI zu klären.
Was wird aus dem Herten-Forum? Es gibt noch viele Fragen mit dem Investor THI zu klären.
Foto: WAZ FotoPool

Herten.  Die Positionen zwischen der Stadt und dem potenziellen Investor THI in Sachen Herten-Forum haben sich noch nicht grundlegend angenähert. Zwar gab es seit Anfang September, als die Hannoveraner den Zuschlag vom englischen Eigentümer Hutley erhielten, bereits vier Gesprächsrunden, doch in vielen Punkten gehen die Auffassungen auseinander.

Zwar wurden bei den ersten Systementwürfen mittlerweile die Verkaufsfläche auf – je nach Sichtweise – 12 500-14 000m2 (zuvor über 17 000m2) verringert und die Zahl der Stellplätze auf 420 reduziert (zuvor 670), doch THI will weiterhin das Gebäude abreißen, so dass Kino und Bowlingbahn wegfallen würden. Aber genau für den Erhalt dieser Einrichtungen hatte sich der Rat im September ausgesprochen. THI hält dagegen: Der Erhalt des Forums sei kaum möglich, da die Gebäudesubstanz problematisch und die Gebäudetechnik im Zuge einer Erweiterung nicht mehr verwendbar sei. „Allein in dieser Position liegen wir weit auseinander“, so Baurat Volker Lindner.

Kriterien an THI weitergeleitet

Auch die Gesamtgestaltung des neuen Forums sei bisher noch nicht geklärt. Die Stadt wünscht sich eine Mieterstruktur, die dem Bedarf der Bürger entspricht. So müsste THI Mieter vorweisen, die hochwertige Bekleidung anbieten. Zudem fordert die Stadt einen Elektronikmarkt. „Wir wollen eine sinnvolle Ergänzung des innerstädtischen Angebots“, erklärt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel.

Die Kriterien seien mittlerweile benannt, das komplette Paket an THI geschickt worden. „Bevor diese Fragen nicht geklärt sind, wird’s auch keine Entscheidung geben, wie wir mit dem städtischen Grundstück verfahren“, so Paetzel. Dieses ist derzeit noch fest in die Planungen der Hannoveraner Investors integriert.

Dass eine Einigung schnell über die Bühne geht, damit rechnet Baurat Lindner jedoch nicht. Er geht davon aus, dass die Eckpunkte möglicherweise im ersten Quartal kommenden Jahres festgezurrt werden könnten. Im Anschluss steht dann noch die politische Entscheidung. Der Rat müsste – sofern die Forderungen auch vom Vorhabenträger umgesetzt werden – dem Verkauf des städtischen Grundstücks zustimmen. Danach würden planungsrechtliche Schritte folgen, so dass frühestens „in einem Jahr mit dem Bau begonnen werden könnte“, schätzt Lindner.