Verbrannte Autoren sind nicht vergessen

Die Initiative Lesen gegen das Vergessen erinnerte am Sonntagnachmittag zum fünften Mal an die Bücherverbrennung am 14. Juli 1933 auf dem Neumarkt.

Recklinghausen.. Vor 80 Jahren bot sich in der Südstadt ein "in seiner Dramaturgie einzigartiges Schauspiel", wie Mitorganisator Erich Burmeister erläuterte. Nach einem Propagandamarsch durch die Straßen des Stadtteils loderte der meterhohe Scheiterhaufen an dem Ort, der damals noch zu Ehren eines NSDAP-Funktionärs Leo-Schlageter-Platz hieß. Zentnerweise Bücher von Autoren, die auf der "schwarzen Liste" der Nazis standen, hatten SA-Einheiten zusammengetragen. Es waren Werke von Marx, Mann, Kästner, Remarque und Tucholsky, die im Zuge der Aktion "Wider den undeutschen Geist" von den Flammen vernichtet wurden.
"Gedenkveranstaltungen wie diese sind wichtig, denn: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch", mahnte Dr. Asli Nau, Mitbegründerin der Initiative,mit einem Brecht-Zitat aus "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui". Schließlich habe es in Deutschland seit dem Mauerfall mehr als 180 Tote durch Neonazis gegeben.


Mehr zum Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der RECKLINGHÄUSER ZEITUNG.

EURE FAVORITEN