Trauer um Ivan Köves

Er galt als der Philosoph mit der Kamera und war der Mann, der in den fünfziger und sechziger Jahren den Marler Aufbruch fotografierte. Jetzt ist Ivan Köves in Budapest gestorben.

Marl... Noch im Mai war der 89-Jährige zu Besuch in seiner früheren Wahlheimat, um am Symposium zur Rettung seines Kunstwerks "Best Zeit Story" im abbruchreifen städtischen Hallenbad teilzunehmen. Er schenkte der Stadt Marl bei dieser Gelegenheit ein digitalisiertes Duplikat vom Original-Negativ des sechs Meter breiten Wand-Freskos.

Der Ungar Ivan Köves gehörte in den fünfziger Jahren zu den politisch verfolgten Intellektuellen seines Landes und floh 1956. 1960 kam er mit dem Exilorchester Philharmonia Hungarica nach Marl.

Die Arbeit mit der Kamera Sie wurde seine neue künstlerische Ausdrucksform. Ivan Köves hielt den Aufbau Marls in den 60er und 70er Jahren mit zahlreichen Fotos und mehreren Bildbänden fest. Seine Bilder dokumentieren die Glanzzeit der Philharmonia Hungarica.

1994 kehrte er nach Ungarn zurück. Den Kontakt zu Marl ließ er aber nicht abreißen.

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