Sirenen werden umgerüstet

Die Sirenen erleben aktuell eine Renaissance und gewinnen bei Gefahrenlagen für die Bürger wieder an Bedeutung. Dattelns Feuerwehr, so sagt Stadtbrandinspektor Thomas Schalomon, steht Gewehr bei Fuß, um die neun Sirenen von analoger auf digitale Technik umzurüsten.

Datteln.. "Wir warten noch auf ein paar Umprogrammierungen in der Leitstelle, die wir beantragt haben. Dann kann es losgehen", sagt Dattelns Feuerwehrchef. Und er begrüßt die Umrüstung, die der Kreis bezuschusst.

Denn künftig können die Sirenen nicht "nur" Feueralarm melden, um primär die Rettungskräfte zu aktivieren. Mit der neuen Digitaltechnik sind auch andere Töne möglich, um nicht die Feuerwehr zu alarmieren, sondern die Bürger zu warnen. Zum Beispiel vor einem schweren Unwetter oder wie vor einigen Wochen vor der Rauchwolke, die bei einem Großbrand in Castrop-Rauxel entstand und nach Datteln zog.

Schalomon ist überzeugt, dass Sirenen bestens geeignet sind, die Menschen flächendeckend auch im Schlaf zu warnen.

Der Feueralarm ist ein einminütiger Dauerton, der zweimal unterbrochen wird.

Die Warnung der Bevölkerung vor Gefahren wird ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Das Signal soll die Bürger dazu veranlassen, ihr Radio anzustellen, um entsprechende Warnhinweise der Behörden zu erhalten. Die Entwarnung ist ein einminütiger Dauerton.

Mit den neun Standorten (Feuerwehrhäuser Ahsen und Horneburg, Böckenheckschule, Mosaikschule, Rathaus, Feuerwache, Privathaus am Westring, Berufskolleg und Bunker Beisenkamp) ist Datteln noch gut bedient, damit werden rund 80 Prozent der Bevölkerung erreicht.

Eventuell muss im Bereich Winkel noch eine zusätzliche Sirene installiert werden. Andere Städte haben in der Vergangenheit ihre Sirenen verstärkt abgebaut und müssen nun für den besseren Zivilschutz deutlich mehr aufrüsten.

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