Seniorenunion lehnt freie Fahrt für Radler ab

Die Seniorenunion lehnt die freie Fahrt für Radler in der Altstadt strikt ab. Eine parallele Nutzung der Altstadt führe zu unauflösbaren Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Recklinghausen. "Über Straßen im Randbereich kann man sicher reden, aber eine generelle Öffnung der Hauptachsen für den Radverkehr lehnen wir aus Sicherheitsgründen ab. Da unterstützen wir ganz und gar die Position der Verkehrssicherheitskommission", sagte Tanski. Für ihn liegt es auf der Hand, dass es bei einer parallelen Nutzung der Altstadt zwischen Fußgängern und Radfahrern zu unauflösbaren Konflikten kommt.

"Insbesondere ältere Menschen, Gehbehinderte, Rollator- oder Rollstuhlfahrer, aber auch Eltern mit Kinderwagen oder Kinder sind gefährdet", ist Tanski überzeugt. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie auf dem Altstadtmarkt, oder an Kunibertistraße, Breite Straße und Holzmarkt angesichts der geringen Fahrbahnbreite und der hohen Frequenz eine Freigabe für den Radverkehr funktionieren soll", fügte der Chef der Seniorenunion hinzu.

Er hat das Thema auch in der jüngsten Sitzung der Kommission für Menschen mit Behinderung angesprochen. "Es gibt einen Ratsbeschluss, nachdem diese Kommission aber auch der Seniorenbeirat zu beteiligen sind, wenn ihre Belange betroffen sind", sagte Tanski mit Blick auf die Sitzung des Verkehrsausschusses am 10. September, um 16 Uhr im Rathaus.

Dort soll über einen Antrag der SPD beraten werden. Die Genossen hatten gefordert, neben der Heilige-Geist-Straße und der Augustinessenstraße auch die Schaumburgstraße für den Radverkehr freizugeben. Die grüne Vize-Bürgermeisterin Christel Dymke war sogar einen Schritt weitergegangen und hatte die komplette Freigabe der Innenstadt gefordert.

Darauf reagierte nun auch der Chef der CDU Altstadt, Claus Beeking. "Über die Freigabe der Schaumburgstraße bis zur Herrenstraße müssen wir nicht reden. Die macht Sinn, weil wir dort die zentrale Fahrradabstellanlage für die Altstadt anbieten. Doch gerade die engen Straßen innerhalb der Wälle und der Altstadtmarkt müssen für Radler auch weiterhin tabu bleiben", sagte der Ratsherr.

Hermann Böckmann