Schützenfest verlässt die City

Was im Jahr 2016 mit dem Kirmesplatz in der Innenstadt passiert, weiß niemand so genau. Planungssicherheit für ihr Fest hat die Schützengilde Erkenschwick aber nicht, wenn bis dahin ein neues Wohnquartier entstehen sollte. Daher baut der Vorstand um den neuen Vorsitzenden Markus Habermann vor.

Oer-erkenschwick.. In zwei Jahren soll an den Grillhütten am Maritimo-Bad gefeiert werden. "Der Vorstandsbeschluss steht jedenfalls dazu", bekräftigen Habermann und sein Stellvertreter Jürgen Stelmasyzk. Ihrer Auffassung nach gibt es zu einem Feststandort an den Grillhütten keine Alternative mehr. "Auch in Gesprächen mit dem Bürgermeister ist uns verdeutlicht worden, dass für uns eine völlige Planungssicherheit für den Kirmesplatz nicht mehr bestehen kann."

Alternativ wurde kurzzeitig auch über ein Fest in der Stimberghalle in Klein-Erkenschwick nachgedacht. Habermanns Vorgänger Uli Filoda hatte diese Idee bereits vor wenigen Wochen ins Spiel gebracht - auch vor dem Hintergrund, die Kosten eines Schützenfestes zu reduzieren. Die Idee, in der Mehrzweckhalle zu feiern, ist inzwischen allerdings vom Tisch. Auch weil der Hallenboden für solche Veranstaltungen nicht geeignet war.

Wie der Vorstands-Vorstoß mit einem Wechsel Richtung Grillhütten in den Erkenschwicker Schützenkreisen ankommt, ist spannend. Denn bereits im Januar 2013 hatte der damalige Vorstand um Uli Filoda versucht, die Mitglieder zu einem Umzug Richtung Haardrand zu bewegen. "Wir haben zu unserem Fest auf dem Kirmesplatz nur wenige Anwohner aus der Nachbarschaft locken können. Außerdem haben sich die Bewohner des Altenheims häufig über den Lärm beklagt", argumentierte Filoda. Zudem habe man rund um den Kirmesplatz immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen. Schon beim Schützenfest 2010 sei das Zelt aufgeschlitzt worden und man habe die Fähnchen zum Schmücken der Straßen gar nicht so schnell aufhängen können wie sie gestohlen wurden. In Klein-Erkenschwick dagegen sei der Festschmuck unbeschädigt geblieben.

Die Mehrheit der anwesenden Schützen überzeugte das damals allerdings nicht. Sie sprachen sich dafür aus, weiterhin auf dem Kirmesplatz zu feiern.

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