Schülerin am Beisinger Weg verunglückt

Gegen 7.45 Uhr ist am heutigen Mittwoch ein elfjähriges Mädchen auf dem Beisinger Weg verunglückt. Die Petrinum-Schülerin war dort mit dem Fahrrad zum Gymnasium in der Altstadt unterwegs.

Recklinghausen. Wie jeden Tag war das Mädchen auf dem Weg zum Gymnasium Petrinum. Als kurz vor der Polizeiunterkunft auf ein Lkw die Durchfahrt auf dem Fußgängerweg versperrte, weil dieser einen Container ablud, wich die Schülerin mit ihrem Fahrrad auf die Fahrbahn des Beisinger Wegs aus.

Dabei kam es zur Kollision mit dem Skoda Fabia, der in Richtung Otto-Burrmeister-Allee fuhr. Das Kind zog sich eine Platzwunde über dem linken Auge sowie Prellungen im Gesicht zu und wurde mit dem Rettungswagen ins Prosper gefahren. Dort wurde die Wunde versorgt.

"Zum Glück hat unsere Tochter einen Helm getragen, sonst hätte das böse ausgehen können", meldete der Vater schließlich nur zwei Stunden nach dem Unfall im Gespräch mit unserer Redaktion.

Hinweise darauf, dass die Autofahrerin mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs war, gibt es laut Polizeiangaben nicht. Wie immer bei Unfällen mit Personenschaden wurde aber gegen die 44-jährige Autofahrerin zunächst ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Der Vater des verunglückten Mädchens gehört neben vielen Anwohnern des Nordviertels zu den Bürgern, die die Protestaktion gegen die Abschaffung des Radweges am Beisinger Weg mit ihrer Unterschrift unterstützt haben (wir berichteten mehrfach).

"Der Unfall macht deutlich, dass wir so schnell wie möglich handeln müssen, um die für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtliche Situation zu ordnen. Zum Glück hat das Mädchen keine schlimmeren Verletzungen davongetragen", sagte der CDU-Ratsherr Claus Beeking.

Seine Partei hatte in der vergangenen Woche die Verwaltung beauftragt, ein Konzept für den Beisinger Weg zu erarbeiten. "Wir erwarten, dass wir am 5. Februar im Verkehrsausschuss tatsächlich eine beschlussreife Vorlage auf dem Tisch haben", sagte der Vorsitzende der CDU-Altstadt.

"Ziel muss sein, dass der Radweg, der sich über Jahrzehnte bewährt hat, wieder benutzt werden kann." Beeking legte Wert auf die Feststellung, dass die Abschaffung des Radweges ohne dazutun der Politik in die Tat umgesetzt worden sei. "Wir sind auch im Vorfeld nicht informiert worden, dass die Radwegeschilder entfernt werden."

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