Sachlich mit dem Thema Forensik umgehen

Vor allem eines ist wichtig bei der Berichterstattung zum Thema Forensik, so die Mitglieder des Leserbeirats: Sie muss sachlich sein. Redaktionsleiter Andreas Rorowski (l.) diskutierte mit dem Gremium unter  anderem über die überraschende Zuweisung einer neuen forensischen Klinik nach Haltern am See.Foto: Oliver Mengedoht
Vor allem eines ist wichtig bei der Berichterstattung zum Thema Forensik, so die Mitglieder des Leserbeirats: Sie muss sachlich sein. Redaktionsleiter Andreas Rorowski (l.) diskutierte mit dem Gremium unter anderem über die überraschende Zuweisung einer neuen forensischen Klinik nach Haltern am See.Foto: Oliver Mengedoht

Recklinghausen..  Wie geht die WAZ mit dem Thema Forensik um? Während NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens am Dienstagabend zu erklären versuchte, warum Haltern am See einer der fünf neuen Standorte für eine forensische Klinik werden soll, sprach der Leserbeirat der WAZ über das gleiche Thema.

„Sie haben bislang sehr sachlich berichtet und sollten das auch weiterhin in dieser Weise tun“, sagt Helga Dassow (Marl). Und dass die WAZ schon kurz nach Bekanntgabe der Standorte mit ihrer mobilen Redaktion in Haltern am See war und das Gespräch mit den Halterner gesucht hat, „war genau richtig“, so Susanne Thiel (Recklinghausen).

Die Frage bleibt – und sie wurde intensiv erörtert: „Wo sollen die Leute denn hin?“, die, so Ewald Zmarsly (Recklinghausen), „ja nicht alle Sittlichkeitsverbrecher sind.“ Peter Ernst (Olfen) argumentiert: „Ich kann die Sorgen der Anlieger verstehen. Jeder hat Angst. Aber wir brauchen solche Einrichtungen.“

Die, wenn es nach Günter Keblat (Recklinghausen) geht, aber nicht ortsnah errichtet werden sollten. „Je weiter weg von Bebauung desto weniger können sie Schaden anrichten, wenn sie ausbrechen sollten.“ Bedacht werden müsse aber, so Karin König (Recklinghausen): „Auch diese Leute haben Angehörige, die Kontakt halten und möglichst kurze Wege haben wollen.“

In jedem Fall, so Peter Ernst, könne es nicht sein, dass extra Waldflächen gerodet werden müssten, während es genügend versiegelte Flächen auf Industriebrachen gebe. Nicht akzeptabel sei, „dass die betroffenen Städte im Unklaren gelassen worden sind“ so Gudrun Altmann (Haltern am See). Einig ist sich der Beirat darin, dass noch mehr informiert, noch mehr erklärt und weiter sachlich mit dem Thema umgegangen werden müsse.

 
 

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