Preis und Qualität nicht der Grund für unausgelastete Mensa

Eine ausgewogene Ernährung soll in der Schul-Mensa geboten werden.
Eine ausgewogene Ernährung soll in der Schul-Mensa geboten werden.
Foto: dapd

Oer-Erkenschwick. Viele Köche verderben den Brei, sagt man. Wenn gute Köche jedoch Hand in Hand arbeiten, können sie ein hervorragendes Menü zaubern. So könnte es auch mit der Schulmensa werden, die in der Vergangenheit immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hat.

Schulausschuss diskutiert: Wie Mensa mit Leben füllen?

Wie diese Einrichtung, die mit einem Kostenaufwand von einer Millionen Euro gebaut worden war, mit Leben gefüllt werden kann und – ganz besonders – wie sie besser angenommen werden kann, darüber diskutierte gestern der Schulausschuss. Über das servierte Essen kann man sich wahrlich nicht beschweren, war man sich einig. Schließlich hatte man vor Sitzungsbeginn das Angebot selbst gekostet. Ausschussvorsitzender Wolfgang Höntzsch: „Ganz salopp gesagt: Mein Essen war top.“

Die Frage ist nur: Ist das Essen auch für die Kinder und Jugendlichen des Schulzentrums annehmbar und – wie kann man was verändern? Ein Vorschlag von Karl-Heinz Rusche (BOE), ein Förderverein solle sich darum kümmern, stieß nicht unbedingt auf Gegenliebe. Ein Förderverein könne nur aus einem schulnahen Kreis kommen, gab Christian Huhn, Direktor des Willy-Brandt-Gymnasiums, zu bedenken. Von der Christoph-Stöver-Realschule hieß es hierzu, dass so ein Förderverein die Aufgaben schon aus zeitlichen Gründen nicht stemmen könne.

Auch für die Nachbarn öffnen

Überlegenswert dagegen ein Idee der Grünen, die Sprecherin Silke Krieg vortrug. Die schulische Nutzung der Mensa sollte nicht eingeschränkt werden. Sie könnte aber auch für andere Bürger geöffnet werden. Krieg: „Ich denke da an ältere Personen aus dem Umkreis, denen in einem Zeitfenster zwischen 12 und 14 Uhr das Mensaessen angeboten werden kann.“ Für diese Mitnutzer könnte der Preis um einen Euro angehoben werden, die Kalkulation würde einfacher und die Schüler selbst würden nicht gestört. Die Lebenshilfe Waltrop, so Silke Krieg, würde beispielsweise als Caterer einsteigen.

Warum die Mensa bei der Schülerschaft nicht so angenommen wird, wie man es sich wünscht, brachte Volkmar Schäpers (Paul-Gerhardt-Schule) auf den Punkt. Das finanzielle sei nicht unbedingt das Problem, wenn die Kinder und Jugendlichen ihr Geld auch in der Pommesbude ausgeben würden.

Vorbestellung eine Woche vorher ist das Problem

Das Problem sei, dass das Menü eine Woche vorher bestellt werden müsse. Peter Fechner (FDP) sagte, dass der „Arbeitskreis Mensa“ sich im Klaren werden sollte, was man wolle, um der Politik etwas an die Hand zu geben, „worüber wir entscheiden können.“

 
 

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