NRW-Landesverband „Die Freiheit“ in Recklinghausen gegründet

Foto: dapd
Die als rechtspopulistisch geltende Partei "Die Freiheit" gibt es nun auch in NRW. Von der Öffentlichkeit unbemerkt hat sich der Landesverband am Wochenende in Recklinghausen gegründet.

Recklinghausen.. Von der Öffentlichkeit unbemerkt hat sich am vergangenen Samstag in Recklinghausen der NRW-Landesverband der Partei „Die Freiheit“ gegründet.

Die Wahl des Austragungsorts hängt offenbar im Zusammenhang mit einer der Koordinatorinnen der Veranstaltung: Claudia Ludwig. Sie ist Recklinghäuserin und als stellvertretende Vorsitzende der Unabhängigen Bürger Partei (UBP) sowohl im Recklinghäuser Rat als auch auch im Kreistag vertreten.

Anders als sie selbst gegenüber der WAZ am 25. September erklärt, steht die Lokalpolitikerin der „Freiheit“ offenbar nicht nur beratend zur Seite. Dem Vernehmen nach ist sie seit Anfang des Jahres nämlich Mitglied der Partei und wollte offenbar am Samstag auch für ein Amt im Landesvorstand kandidieren. Eine deutliches Votum aus der Teilnehmerschar, dies nicht zu tun, hat sie dann zum Rückzug bewogen. Allerdings ließ sie sich zur Delegierten für den Bundesparteitag wählen.

Votum gegen Ludwig

Unklar ist weiterhin die Zielsetzung Ludwigs bei der politischen Doppelmitgliedschaft, die die Freiheit im übrigen bei ihrem Bundesparteitag grundsätzlich für alle Mitglieder absegnen will. Sie soll bereits in der Landessatzung verankert sein.

„Frau Ludwig und Herr Köller (Anm. d. Red., UBP-Kreischef) drängen sich momentan der neuen Partei förmlich auf“, sagte ein Insider der Freiheit gegenüber der WAZ. Er selbst verstehe die Partei, die nicht zuletzt wegen ihres Vorsitzenden René Stadtkewitz eher deutlich rechts von der Mitte gesehen wird, als eine Alternative zur FDP. Sie habe ein weites politisches Spektrum mit Akteuren links und rechts von der Mitte. „Da gibt es frühere SPD-Mitglieder, frühere FDP-Mitglieder, zwei ehemalige Grüne habe ich jetzt auch dort kennen gelernt.“ Zum Vorsitzenden des NRW-Landesverbandes, dem zwischen 350 und 400 Mitglieder, wurde der Düsseldorfer Andreas Pokladek gewählt.

 
 

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