Moschee auf Schlägel & Eisen

Michael Jacobs
So soll die Ditib-Moschee in etwa aussehen, die auf dem Zechengelände Schläge & Eisen entsteht.
So soll die Ditib-Moschee in etwa aussehen, die auf dem Zechengelände Schläge & Eisen entsteht.

Herten.  Lange wurde um die Ditib-Moschee gerungen, ein Runder Tisch wurde einberufen, Befürworter und Gegner tauschten sich aus. Jetzt stellte der Vorsitzende der Ditib-Gemeinde Langenbochum, Seref Ölcek, die Pläne für den Moschee-Neubau an der Westerholter Straße vor. Er soll auf dem Gelände der ehemaligen Kabelwerkstatt der Zeche Schlägel & Eisen entstehen.

Stadtbaurat Volker Lindner sowie der Vorsitzende des ehemaligen Runden Tisches, Jörg Lukat, waren vor Ort, als Ölcek die Vision des neuen Gebäudes präsentierte: „Bei unseren Planungen sind die Wünsche des Runden Tisches eingeflossen. Wir haben die Pläne so bearbeitet, dass nun alles zur Zufriedenheit der Teilnehmer gelöst sein dürfte.“ Dabei zeichnen sich die vorgelegten Entwürfe durch eine schlichte Bauweise ohne Minarett aus. Das Gebäude wird 30 mal 25 Meter umfassen und 8,50 Meter hoch werden. Auf dem Dach soll es zwei Kugelattrappen geben.

Um die Moschee harmonisch ins gesamte Zechen-Umfeld und die Gebäude, die nicht abgerissen werden, zu integrieren, wird die Fassade rot verklinkert. „Dadurch kommen zwar auf die Gemeinde höhere Kosten hinzu, doch das ist es uns wert“, betonte Seref Ölcek. Insgesamt wird die Ditib-Gemeinde rund 1,4 Millionen Euro verbauen, die „wir natürlich nicht komplett aufbringen können. Ein Teil wird über Banken finanziert“.

1500 Quadratmeter Fläche

Die Moschee wird rund 1500 Quadratmeter Fläche im Erd- und Obergeschoss umfassen. Enthalten sind darin neben den zwei Gebetsräumen für Frauen und Männer auch ein Jugendraum, zwei Seminarräume, die Wohnung des Vorbeters, außerdem Gästezimmer und verschiedene Versorgungsräume. Des Weiteren sind in der Außenanlage 40 Parkplätze sowie eine Fläche für Feste vorgesehen. Die Planungen entsprechen zum größten Teil den im Abschlussbericht vom 12. Juli geäußerten Empfehlungen des Runden Tisches. Wann es mit den Bauarbeiten losgeht? „Wenn der Rat den Bebauungsplan Anfang 2013 genehmigt, hoffen wir, mit dem Bau spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2013 beginnen zu können.“