Veröffentlicht invest

Mann in Marl ersticht Ehefrau vermutlich vor den Augen der Kinder

Mann in Marl ersticht Ehefrau, auch Kind wurde verletzt

146406853912835.jpg
Familiendrama in Marl , im Vest Recklighausen Foto: Lutz von Staegmann / WAZ-FotoPool
Ein Streit unter getrennt lebenden Ehepartner ist am Montagabend in Marl zu einem Drama eskaliert. Der 36-jährige Ehemann stach 22 mal auf seine Frau ein. Die 33-jährige verstarb noch in der Wohnung. Offenbar haben ihre drei Kinder alles mitbekommen.

Marl. 

Vermutlich vor den Augen der gemeinsamen Kinder hat am Montagabend gegen 19.50 Uhr ein 36-Jähriger Marler seine von ihm getrennt lebende Frau (33) getötet und flüchtete anschließend. Am Dienstagmorgen stellte er sich dann ohne anwaltliche Begleitung der Polizei in Marl. Er habe inzwischen ein Geständnis abgelegt.

Bei einem Besuch des Mannes in der Wohnung der Frau an der Sickingmühler Straße soll es am Montagabend zum Streit und zu einer lauten Auseinandersetzung gekommen sein. Nach Auskunft von Staatsanwalt Joachim Lichtinghagen tötete der Marler seine Frau mit „einer erheblichen Anzahl von Messerstichen“. Die Tatwaffe könne eine Art Fahrtenmesser gewesen sein. Die Frau habe 22 Messerstiche aufgewiesen und sei verblutet, teilten die Behörden heute Nachmittag nach der Obduktion der Leiche mit.

Ehepaar hatte drei Kinder

Leicht verletzt wurde bei der Familientragödie eines der drei Kinder, ein sechsjähriges Mädchen. Es gab Gerüchte darüber, sie habe sich schützend vor die Mutter gestellt. „Einen Hinweis darauf, dass der Mann auf das Kind los gegangen ist, habe ich nicht“, so der Staatsanwalt. Die Kinder seien in die Obhut des Jugendamts gebracht und noch nicht gehört worden.

Erfolglos war am Montagabend die Fahndung nach dem Täter geblieben, der sofort nach der Tat aus der Wohnung geflüchtet war. Dabei setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.

Tatmotiv weiterhin unklar

Weil der Täter sich bei der Auseinandersetzung mit seiner Frau selbst Schnittwunden zugezogen habe und noch operiert werden müsse, sei er noch nicht vollständig vernommen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Das Tatmotiv ist weiterhin unklar.(mit dapd)