Krebsangst nach drei Fällen an Gymnasium in Recklinghausen

"Bisher gibt es keine Gründe für die Annahme, dass Gefahr von unserem Schulgebäude ausgeht", sagte der Direktor des Marie-Curie-Gymnasiums.
"Bisher gibt es keine Gründe für die Annahme, dass Gefahr von unserem Schulgebäude ausgeht", sagte der Direktor des Marie-Curie-Gymnasiums.
Foto: (
Nachdem drei Zwölftklässlerinnen des Marie-Curie-Gymnasiums in Recklinghausen an Krebs erkrankt sind, herrscht große Sorge an der Schule. Ein Gutachten soll nun klären, ob die Erkrankungen in Zusammenhang mit dem Schulgebäude stehen. Ergebnisse werden für Ende der kommenden Woche erwartet.

Recklinghausen.. In der Jahrgangsstufe zwölf des Marie-Curie-Gymnasiums sind drei Schülerinnen an Krebs erkrankt. Das hat in der Schule an der Görresstraße zu großer Sorge und zu Diskussionen über mögliche Kontaminationen im Gebäude geführt.

"Wir haben die Stadt als Schulträger eingeschaltet", bestätigte Direktor Frank Wittig. Natürlich nehme man die Sorgen der Eltern ernst und wolle diesen auch gerecht werden. "Bisher gibt es aber keine Gründe für die Annahme, dass Gefahr von unserem Schulgebäude ausgeht", sagte der Direktor.

Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes haben sich die Schule zusammen mit einem Gutachter angeschaut. Sie hätten aber keine Auffälligkeiten festgestellt. Die Stadt hat den Gutachter derweil mit weiteren Untersuchungen beauftragt. Dafür wurden bereits in verschiedenen Räumen der Schule Proben genommen und die Raumluft gemessen.

Angeblich kein Zusammenhang zwischen Gebäude und Erkrankungen

"Die Ergebnisse der gutachterlichen Untersuchungen werden für das Ende der kommenden Woche erwartet. Nach bisherigen Erkenntnissen und Einschätzung der eingeschalteten Experten scheint aber kein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Schulgebäude zu bestehen", sagte Stadt-Sprecherin Birgit Malik.

Für die Kreisverwaltung gab Svenja Küchmeister folgende Stellungnahme ab: "Uns liegen derzeit noch keine ausreichenden Informationen über die Erkrankungen vor, um beurteilen zu können, ob es einen Zusammenhang gibt.

Das Gesundheitsamt ist weiterhin eng in das Verfahren eingebunden und wird auch das Krebsregister in Münster beteiligen." Schulleiter Wittig hat mittlerweile den Elternvertretern den aktuellen Sachstand mitgeteilt. "Zwei der betroffenen Schülerinnen gelten inzwischen zum Glück wieder als geheilt", sagte der Schulleiter.

 
 

EURE FAVORITEN