Kohle steht im Fokus

Zu ihrem 25. Geburtstag hat sich die Kunststiftung NRW etwas Besonderes einfallen lassen: Eine Jury hat 25 Künstler ausgewählt, um für 25 Museen in NRW ortsspezifische Werke zu entwickeln. Die Kunsthalle freut sich nun über die dreiteilige Arbeit konis von Ulrich Urban, die an großen Plakatwänden beworben wird.

Recklinghausen.. "25/25/25" heißt das Kunstprojekt, das den Museen des Landes zeitgenössische Kunst beschert, die sich mit dem jeweiligen Standort auseinandersetzt. Mit Blick auf das bevorstehende Ende der Kohle in der Region entschied sich der Berliner Künstler Ulrich Urban spontan für ein typisches Revier-Material: Sein edel-glänzender Kohleteppich empfängt die Besucher der Kunsthalle vorm Eingang. Fünfeinhalb Tonnen Kohle haben Urban und die Museumstechniker geschippt.

Nicht weniger aufwendig war das Grafit-Bild im Museumsfoyer. Eine Woche lang wuchs die Arbeit Schicht für Schicht an der Wand. Auch hier glänzt das Material derart, dass sich der Betrachter sogar spiegeln kann. Makroskopische und mikroskopische Lungenfotografien, "die empfindlichste Kontaktstelle zwischen Mensch und Kohle", runden die Ausstellung ab.
"Hier geht bald eine 150-jährige Kultur- und Industriegeschichte zu Ende. Mit meiner Arbeit lote ich die verschiedenen Transformationsprozesse zwischen Kohle und Mensch aus", so der Künstler.
Am Sonntag, 14. September, 12 Uhr, steht Ulrich Urban in einer Gesprächsrunde Rede und Antwort in der Kunsthalle, Große-Perdekamp-Straße 25-27.

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