Gärtnern mit Kompost statt Torf

Blumenerde mit Torf ist der absolute Klimakiller. Stadt und Kleingartenverein schmieden nun eine Klimaschutz-Allianz. Das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein kleiner Ratgeber mit dem Titel Pflanzen und Gärtnern besser ohne Torf.

Oer-erkenschwick.. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) geht davon aus, dass Moore doppelt so viel Kohlenstoff (CO2) wie alle Wälder der Welt speichern. "Mit dem Torfabbau geht deshalb nicht nur ein wichtiger Natur- und Lebensraum verloren, sondern es werden dabei auch noch große Mengen klimaschädlicher Treibhausgase freigesetzt, darunter auch das besonders schädliche Lachgas", sagt die städtische Klimaschutzmanagerin Anita-Maria Stolla-Rau.

Für den Vorsitzenden des Kleingartenvereins "Arbeit und Freude", Wilfried Löchel, ist die große Bedeutung der Moore für den Klimaschutz auch noch recht neu. Torf kommt auf der Anlage an der Ahsener Straße aber schon lange nicht mehr in die Tüte.

Viele Verbraucher wissen es nicht: Auf Säcken, wo Blumenerde draufsteht, ist meistens auch viel Torf drin. "Bis zu 80 Prozent. Nicht umsonst ist die Blumenerde so leicht", sagt Stolla Rau. Dabei ist Torf extrem nährstoffarm und versauert obendrein noch den Boden.

Auf öffentlichen Flächen setzt die Stadt Oer-Erkenschwick schon länger keinen Torf mehr ein. Kompost kann sich jeder Oer-Erkenschicker übrigens kostenlos beim Baubetriebshof, An der Feuerwache 10, abholen.

EURE FAVORITEN