Festzelt in Marl von Windhose zerstört

Ein Bild der Verwüstung: das zerstörte Zelt für das für Samstag geplante Oktoberfest in Hüls.
Ein Bild der Verwüstung: das zerstörte Zelt für das für Samstag geplante Oktoberfest in Hüls.
Foto: Bludau
Eine Windböe hat am Wochenende ein Festzelt in Marl zerstört, in dem ein Oktoberfest stattfinden sollte. Die Windhose hatte das mehr als 2000 Quadratmeter große Zelt plötzlich erfasst – und es binnen einer Minute völlig unbrauchbar gemacht. Eine Frau war während des Zusammensturzes des Zeltgerüstes am Kopf getroffen worden.

Marl. Einige Bühnentechniker waren gerade dabei, die letzten Feinabstimmungen vorzunehmen für das geplante Oktoberfest auf der Wiese von Landwirt Wilhelm Ovelhey in Hüls am Abend, ein paar Helfer richteten die Tische für die „bajuwarische“ Fete her. Doch die Party, für die im Vorfeld bereits 1700 Karten verkauft worden waren, sie fand nicht statt: Denn am Samstag gegen halb Zwölf erfasste eine plötzliche Windhose das mehr als 2000 m² große Zelt – und machte es binnen einer Minute völlig unbrauchbar. Das Oktoberfest und der bayerische Frühschoppen wurden daraufhin abgesagt. Genauer gesagt: verschoben.

Große Solidarität der Marler

So kündigte es Heinz Lambernd, der zusammen mit Peter Tudyka und Uwe Schirrmeister von den Hülser Schützen zum Organisatorenteam gehört, am Tag danach gegenüber der WAZ an. Am 27. Oktober, so Lambernd, soll die Feier nun „nachgeholt werden“ (genaueres will das Organisationsteam am Dienstag bekannt geben).

Ein neues Zelt sei ihnen bereits zugesagt worden, auch die Verhandlungen mit Bands „laufen auf Hochtouren“, so Lambernd. Geklärt war gestern Abend derweil bereits, dass Wilhelm Ovelhey seine Wiese auch für das nun um drei Wochen verspätet stattfindende Oktoberfest zur Verfügung stellen wird. Dabei, so Lambernd, „wollte er das Feld schon an diesem Mittwoch eigentlich neu einsäen“.

Erleichtert zeigte sich Lambernd darüber, dass bei dem Vorfall keine Person ernsthaft verletzt wurde. Lediglich eine Frau, teilte Andreas Willming-Weber vom Polizeipräsidium Recklinghausen auf WAZ-Nachfrage mit, sei infolge des Zusammensturzes des Zeltgerüstes am Kopf getroffen worden, sie soll eine leichte Prellung erlitten haben. Die übrigen Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon. Und dies, obwohl nach Zeugenberichten die Windböe nicht nur das Gerüst des Zeltes im Besitz des Halterner Verleihers Josef Balster zerbrechen ließ und das Dach selbst zerriss, sondern auch eine etwa 200 Meter entfernt stehende Eiche zum Umknicken brachte...

„Sehr gerührt“, so Heinz Lambernd, waren er und das Oktoberfestteam gestern übrigens über die „große Solidarität“ in der Bevölkerung. Viele Landwirte aus der Umgebung und weitere Marler Bürger, so Lambernd, halfen bei den Aufräumarbeiten tatkräftig mit. Dazu gehörte natürlich auch der Abbau des total verwüsteten Zeltes. Auf mehrere 100 000 Euro, spekulierten Zeugen, belaufe sich der Schaden. Die Polizei wollte dies indes gestern nicht bestätigen.

 
 

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