Fahrspuren für Fahrradfahrer verschwinden

Im Herbst wird im dritten City-Kreisverkehr an der Post der aufgemalte Radweg verschwinden. Dann müssen auch dort Radfahrer absteigen und entweder den Zebrastreifen nutzen oder sie fahren auf der Straße.

Oer-erkenschwick. Mit dieser Regelung hat die Stadt bereits an den Kreiseln auf dem Berliner Platz und an der Ewaldstraße gute Erfahrungen gemacht. "Wir setzen mit dieser Maßnahme nicht nur verkehrsrechtliche Änderungen um. Die Neuregelung bringt auch mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer", sagt Ordnungsamtsleiter Michael Grzeskowiak.

Eigentlich sollte die Spur für Fahrradfahrer auch am Post-Kreisel schon lange verschwunden sein. "Das Unternehmen Gelsenwasser wird in den nächsten Wochen aber bis direkt an den Kreisverkehr neue Wasserleitungen verlegen. Wir gestalten den Kreisel deshalb erst nach Abschluss dieser Bauarbeiten um", betont der Ordnungsamtsleiter.

Vor allem Radfahrer sollen durch die Neuregelung besser geschützt werden. Zu der Zeit, als sie am Berliner Platz und der Ewaldstraße die Kreisel auf einer eigenen "Fahrbahn" neben dem Zebrastreifen passieren durften, kam es immer wieder zu Unfällen. "Und zwar deshalb, weil aus dem Kreisverkehr abbiegende Pkw-Fahrer die Radler oft übersehen haben. Wenn die Zweiräder nun auf der Straße im Kreisverkehr fahren, werden sie besser wahrgenommen", macht Michael Grzeskowiak deutlich.

Das schlägt sich auch in der Unfallstatistik nieder. War insbesondere der Kreisel am Berliner Platz vor der Veränderung noch ein Unfallschwerpunkt für Radfahrer, ist es dort seit mehr als einem Jahr nicht mehr zu einem Zusammenstoß mit Radler-Beteiligung gekommen.

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