Einblick in Moschee und Gemeinde

Andreas Rorowski
Fertigmachen zum Singen. Die fünf- bis zwölfjährigen Mädchen aus der Gemeinde trugen einige Lieder vor.
Fertigmachen zum Singen. Die fünf- bis zwölfjährigen Mädchen aus der Gemeinde trugen einige Lieder vor.
Foto: RAFFALSKI, Rainer

Recklinghausen.  Orientalische Klänge, der Geruch türkischer Speisen und strahlender Sonnenschein bestimmten am Samstagnachmittag das Geschehen in Suderwich. Die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde hatte zu ihrer alljährlichen Wohltätigkeitsfeier auf das Gelände rund um die Kuba-Moschee an der Cheruskerstraße eingeladen und die Suderwicher Bürger ließen sich nicht zweimal bitten, um gemeinsam zu feiern. Nicht nur islamische Bürger besuchten die Veranstaltung, sondern auch viele deutsche Anwohner nahmen die Einladung zum Besuch dankend entgegen.

So waren auch Bürgermeister Wolfgang Pantförder, der Kontaktbeamte des Polizeipräsidiums Recklinghausen für die muslimischen Institutionen, Rainer Dohrn, und viele weitere Gäste aus der Politik und dem Stadtteil der Einladung gefolgt. Während die Kinder sich auf der Hüpfburg, in der Mal-
ecke und bei diversen Spielen vergnügten, wurde den Gästen Tee, Kuchen sowie türkische Spezialitäten gereicht. Außerdem konnten türkische Schriften, Geschenkartikel und Tücher erworben werden. Der gesamte Erlös der Feier solle der Gemeinde zugute kommen und bei Veranstaltungen, Reparaturen und allem, was in der Moschee anfällt, verwendet werden, so Dialogführer Tuncay Durkurt.

Eröffnet wurde die Feier mit der türkischen und deutschen Nationalhymne, anschließend begrüßte Imam Ahmet Yapan die zahlreich erschienenen Gäste und las einige Verse aus dem Koran, in denen die Gläubigen daran erinnert wurden, nicht über andere Völker zu spotten. Passend dazu zierten die Tische sowohl die türkische als auch die deutsche Flagge.

250 Gemeindemitglieder

Auch der Vorsitzende der Gemeinde, Taner Karagöl, freute sich über den Andrang und hoffte, dass noch im Laufe des Nachmittags der ein oder andere Gast mehr den Weg zur Moschee finden würde. Für orientalisches Flair sorgten anschließend 15 kleine Mädchen aus der Gemeinde im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die allesamt in pink gekleidet islamische Lieder präsentierten und mit reichlich Applaus belohnt wurden.

Danach ging es in den gemütlichen Teil über, der von der Gruppe Zem Zem ebenfalls mit orientalischer Musik untermalt wurde. Interessierte konnten sich außerdem bei einer Moscheeführung einen Eindruck vom Innenraum Mescid verschaffen, der vergleichbar mit einer Kapelle ist, und etwas über den Islam und dessen Traditionen lernen. Die Gemeinde in Suderwich besteht seit 1985 und zählt derzeit 250 Mitglieder.