"Drin ist drin, wie beim Sex" - Streit um flapsigen CDU-Spruch

Eine SMS sorgt nach der Bundestagswahl in Waltrop für Unmut zwischen den politischen Lagern.
Eine SMS sorgt nach der Bundestagswahl in Waltrop für Unmut zwischen den politischen Lagern.
Foto: Thinkstock
Monya Buß, Fraktionsvorsitzende der Waltroper Grünen, kritisiert ihren CDU-Kollegen Walter Kranefoer. Am Sonntagabend habe Kranefoer auf ihren Glückwunsch zum Wahlerfolg der CDU per SMS respektlos und völlig unangemessen reagiert, so Buß: "Wie beim Sex, drin ist drin", schrieb Kranefoer.

Waltrop. Monya Buß, die Fraktionschefin der Waltroper Grünen, ist einigermaßen erbost über eine Botschaft. Buß (28), die am Sonntagabend mit Parteifreunden kurz bei der Wahlparty der SPD war, hatte dem CDU-Kandidaten Walter Kranefoer um 20.35 Uhr mit einer SMS gratuliert: "Herzlichen Glückwunsch zu eurem sehr guten Bundestagswahlergebnis, auch wenn es für pm (Anm. der Red.: Philipp Mißfelder) als Direktkandidat nicht gereicht hat. Grüne Grüße, Monya Buß".

Kranefoer antwortete: "Wie beim Sex, drin ist drin".

"So etwas geht einfach nicht", sagte Monya Buß. "Das ist respektlos mir gegenüber und für einen Fraktionsvorsitzenden eine völlig unangemessene Äußerung im Jargon des alltäglichen Sexismus." Sie habe keine Lust, das unter den Tisch zu kehren: "Ich erwarte eine Entschuldigung ohne Wenn und Aber von Walter Kranefoer."

Der CDU-Fraktionschef bestätigte gestern auf unsere Nachfrage: "Ja, das habe ich so geantwortet. Eine solche Reaktion hatte ich nicht erwartet. Das war keinesfalls so gemeint, wie es Monya Buß offenbar aufgefasst hat", sagte Kranefoer (48). "Wenn ich sie durch meine Äußerung persönlich verletzt habe, war das keinesfalls meine Absicht." Bereits Montagnachmittag entschuldigte sich Kranefoer bei Monya Buß dafür.

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