Die Luxuskarosse und der Kimono

Auf dem „Friedhof der Träume“ fotografierte der Marler Fotograf und Videokünstler  Peter Kallwitz
Auf dem „Friedhof der Träume“ fotografierte der Marler Fotograf und Videokünstler Peter Kallwitz
Foto: Peter Kallwitz
Der Marler Fotograf und Videokünstler Peter Kallwitz zeigt seine mystischen Bilder, die er für den französischen und deutschen Playboy schuf

Dorsten/Marl..  Der morbide Charme der Auto-Aristokratie, gepaart mit japanischem Design – oder was hat der Jaguar-Rennwagen von Stirling Moss, mit dem er einst das 24-Stunden-Rennen von Le Mans bestritt, mit der traditionellen Mode aus dem Land der aufgehenden Sonne zu tun?

Der Marler Fotograf, Videokünstler und frühere WAZ-Redakteur Peter Kallwitz setzte diese scheinbaren Gegensätze in zum Teil mystischen Bildern für den französischen und deutschen Playboy im Park des Düsseldorfers Michael Fröhlich um, in Verbindung mit der Kimono-Mode des Designers Gianni Sarto. Ab Freitag sind diese Fotos in einer Ausstellung unter dem Titel „Friedhof der Träume“ im Creativ-Quartier Fürst Leopold in Dorsten zu sehen. Der „Friedhof der Träume“ ist ein wohl einzigartiges Gesamtkunstwerks des Düsseldorfers Michael Fröhlich. Im Neandertal hat sich der Autodesigner sein Museum geschaffen: 50 Traumfahrzeuge aus dem Jahre 1950, eingebettet in den Wald, „präsentieren die Macht der Natur, die letztendlich doch über alles siegt“, so Fröhlich. Ein Stück Rennstrecken-Steilkurve, auf dem sich historische Jaguar und Porsche ein letztes ewiges Rennen liefern. Jedes der über 50 Objekte, darunter auch ein Rolls Royce aus dem Fuhrpark der Queen, hat er aus aller Welt zusammengetragen.

Mit diesen Modellen der einstmals edlen Karossen setzte Kallwitz, der über Jahre künstlerisch mit dem Starfotografen und Werbefilmer Charles Wilp zusammenarbeitete, eine Kimono-Kampagne des Modemachers Sarto um. Dieser, Mitbegründer und künstlerischer Leiter des „Theater Labor Traum Gesicht“ in Düsseldorf, sucht im Gegensatz zu den einst lärmenden Schmuckstücken der Automobilkunst stets die Balance zwischen Leere und Material. Im Kimono, dem kunstvollen Kleidungsstück aus Japan, findet Gianni Sarto den Rahmen für seine Gestaltungsfreude. Und zwar in Schlichtheit und Präzision bis ins Detail, asketische Strenge und Ruhe.

Die Ausstellung im Creativ-Quartier Fürst Leopold, „Galerie der Traumfänger“, in Dorsten, Halterner Straße 105, wird am Freitag, 5. Juli, und Samstag, 6. Juli, ab 21 Uhr, mit dem Atelierfest eröffnet.

 
 

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