Damit Lernen trotz Hartz IV möglich bleibt

Pressesprecherin der Caritas: Silvana Ruddat. Foto: Lutz von Staegmann
Pressesprecherin der Caritas: Silvana Ruddat. Foto: Lutz von Staegmann
Foto: WAZ FotoPool

Recklinghausen. 100 Euro gibt es für Hefte, Bücher, Tornister oder Klassenausflüge. Das ist der Betrag, der Kindern von Hartz IV-Empfängern jährlich als Lehrmittelpauschale zusteht. Doch der Bedarf ist deutlich größer.

Deshalb sammeln der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF), die Katholische Arbeiterbewegung (KAB) und der Caritasverband Recklinghausen bereits zum dritten Mal Spenden.

10000 Euro werden stadtweit benötigt, um unter anderem die Grundausstattung für die Einschulung – bestehend aus Tornister, Heften, Mappen, Etui und Malkasten – in den Tafelläden für eine symbolischen Preis von zehn Prozent des regulären Ladenpreises anzubieten. „Wir möchten, dass Eltern die Verantwortung selber wahrnehmen. Deshalb sollen sie aussuchen und auch selbst bezahlen“, erklärt Caritas-Pressesprecherin Silvana Ruddat.

Über die Fachdienste der beteiligten Institutionen, die zum Teil Familien vor Ort betreuen, in den Angeboten der Offenen Ganztagsschulen oder an den teilnehmenden Grundschulen, im vergangenen Jahr waren es 22, die jeweils rund 150 Euro erhielten, werden die Materialien direkt an die Bedürftigen verteilt. „Die Kinder wissen nicht, dass es Material aus einer Spende ist, das sollen sie auch gar nicht wissen“, sagt Silvana Ruddat und hofft, das sich wieder viele Gemeinden, Vereine und Institutionen an der Aktion beteiligen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail (spenden@caritas-recklinghausen.de) oder Telefon 58 90 130.

 
 

EURE FAVORITEN