Bunt, bunter, Waltroper Frühling

die Aqua-Fun-Balls auf der Hochstraße. Foto: Rainer Raffalski
die Aqua-Fun-Balls auf der Hochstraße. Foto: Rainer Raffalski
Foto: WAZ FotoPool

Waltrop. Es grünt und blüht an allen Ecken und Enden in der Fußgängerzone. Besonders bunt treiben es aber die Blumenmänner am Cesson-Sévigné-Platz. Mit ihrem Trucks haben vier Niederländer einen Hollandmarkt mitgebracht, der mit nicht weniger als 5000 Pflanzen auf 25 Metern aufwarten kann.

„Alles was bunt und winterhart ist, hat jetzt Saison“, da ist sich Gärtner Floor van Lavieren sicher. Aus Erfahrung kann der Markthändler sagen, dass es auch bei Grün regionale Unterschied gibt „In Holland wird nur auf den Preis geguckt, in Waltrop eher auf die Qualität der Blumen.“

Auf die Güte der Stände haben auch die Veranstalter geachtet, die mit dem neuen Konzept in das vierte Jahr gestartet sind. „Wir sind wie fast immer ausgebucht, wenn es um Standplätze geht, mehr Kapazität haben wir auf den Wegen in der City einfach nicht“, sagt Rolf-Dieter Möhle, der für den Stadtmarketingverein die Feste organisiert.

Natürlich sind viele Angebote auch vergänglich, doch an einem Stand an der Ziegeleistraße haben die Produkte gerade einmal eine Haltbarkeit von wenigen Sekunden. Doch das ist für den Betreiber und die Besucher kein Problem. Mit Luft gefüllt, bunt schimmern und in Tausend Perlen zerspringen – das ist der Lebenszyklus einer Seifenblase von Peter Pawliczek. Doch wer jetzt an Pustefix und Kinderspiele denkt, hat sich getäuscht, denn unter einem Kubikmeter Luft geht beim Profi nichts. „Einen Menschen in eine Blase zu verpacken, ist kein Problem, das zeige ich doch gerne“, meint der Blasenprofi und auch ein halbes Auto passe in eine Seifenblase.

Bodenständiger geht es bei Besteckkünstler Arno Münch aus Köln zu, der das alte Besteck von Oma in Schmuck verwandelt, aus alten Löffeln Broschen, Ketten und Ringe zaubert. „Auf die Idee muss man erstmal kommen“, sagt Anja Berndt. Sie hat eine Gabel aus dem Jahr 1926 mitgebracht, die bald zu einem Ring umfunktioniert sein wird.

Ein Stadtfest sollte auch etwas für die Männerwelt bieten, da sind sich die Verantwortlichen sicher. So setzt die Männermeile auf dem Herne-Bay Platz auf das starke Geschlecht mit Themen aus dem Bereich rund ums Bauen, Wohnen, um Energie und einem Public Viewing am Derby-Samstag, das die Männer-Herzen höher schlagen lässt.

Was auch auf Kinder-Herzen zutrifft: In einem Pool mit 35 000 Litern Wasser schwimmen zehn Bälle, gefüllt mit Luft und auch Kindern und Jugendlichen, die versuchen ihr Gleichgewicht zu halten. „Es ist warm und anstrengend, aber man kann auch einfach chillen darin“, sagt Volker Cente, der den großen Spaß aus der Südsee importiert hat. Pool-Wetter gibt es zwar am Sonntag nicht durchgehend, trotzdem strömen Tausende in die Stadt, denn die Einzelhändler locken die Besucher mit tollen Angeboten zum Shoppen und Sparen rund um den verkaufsoffenen Sonntag.

Dass es nicht nur die Einheimischen gerne Waltrop besuchen, das freut das Stadtmarketing ganz besonders. Möhle: „Die Inhaber-geführten Geschäfte sind wie Perlen, auf die man stolz sein kann. Und das macht Waltrop attraktiv.“

 
 

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