Beeindruckender Baubeginn der Recklinghausen Arcaden

Erster Spatenstich zum Einkaufszentrum Recklinghausen Arcaden am Dienstag, am Löhrhof in Recklinghausen. Foto: Lutz von Staegmann / WAZ FotoPool
Erster Spatenstich zum Einkaufszentrum Recklinghausen Arcaden am Dienstag, am Löhrhof in Recklinghausen. Foto: Lutz von Staegmann / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Mit dem ersten Spatenstich hat der Bau der Recklinghausen Arcaden begonnen. Bis 2014 soll ein modernes Einkaufszehntrum entstehen. Mit dem Bau sind große Hoffnungen verbunden, Kaufkraft nach Recklinghausen zurückzuholen.

Recklinghausen.. Es ist ein 200-Millionen-Euro-Projekt. Doch beim Bau der Recklinghausen Arcaden werden nicht nur viel Geld, viel Erde (140 000 m³) sowie viel Beton (55 000 Tonnen) und Stahl (7000 Tonnen) bewegt, um ein dreigeschossiges Gebäude mit einer Verkaufsfläche von 27 700 m² zu errichten. Investor und Betreiber mfi bewies rund um die Grundsteinlegung, dass er auch sehr großes Interesse am Detail hat.

Das wurde deutlich im Showroom des Essener Unternehmens, das aus dem Erdgeschoss des in die Jahre gekommenen Stadthauses E auf der gegenüberliegenden Seite des Rathauses in kürzester Zeit eine eindrucksvolles Wohlfühl-Ambiente geschaffen hat. Dort sollen potenzielle Mieter mit mfi-Mitarbeitern über die richtige Präsentation ihrer Flächen brüten, können Bürger sich über Pläne und Fortgang des Arcaden-Baus informieren und werden Arbeitsgruppen über die noch offenen Fragen der Innenarchitektur diskutieren. Es ist ein Ort, der „Begeisterung und Emotionalität erzeugen soll“, wie mfi-Manager Stefan Klug sagt.

Gäste beeindruckt

Die Gäste der Eröffnung, mehrere Dutzend waren gekommen, zeigten sich beeindruckt. Insofern war der erste große Auftritt von mfi in Recklinghausen ein voller Erfolg. Zumal das Detailinteresse des Gastgebers so weit ging, bei zwar strahlend blauem Himmel, aber Temperaturen weiter unter Null allen Gästen des Spatenstiches vortemperierte Handwärmer zu reichen.

Als die fünf blank polierten, beschrifteten und unter anderem von mfi-Vorstand Matthias Böning und von Bürgermeister Wolfgang Pantförder geführten Spaten in den eigens angehäuften Sandberg stießen, war zu Beginn des nahenden Arcaden-Baus symbolisch auch eine fünfjährige, bisweilen holprige Anbahnungs- und Vorbereitungszeit zu Ende. „Wir sind glücklich, heute den Spatentisch zelebrieren zu können“, sagte mfi-Vorstandsvorsitzender Böning. Auch für sein Unternehmen sei ein solcher Tag ein besonderer. Recklinghausens Kämmerer Christoph Tesche erinnerte daran, dass das „größte Bauprojekt der vergangenen Jahrzehnte“ eine mutige Entscheidung des Investors und der Spatenstich angesichts von Skepsis und Widerständen auch eine Genugtuung sei.

Große Hoffnungen

Mit dem Arcaden-Bau verbinden sich große Hoffnungen. Das Shoppingcenter soll mithelfen, die in den vergangenen Jahren abgeflossene Kaufkraft zurückzuholen und wieder stärker an Recklinghausen zu binden. Die Mischung aus einem modernen Handelsort und der Altstadt, „unser großes Pfund“, so Pantförder, sollen dabei den Erfolg ausmachen. Die Arcaden seien „eine Stärkung der Stadt“ und ein Handelsort für Jung und Alt. Mit beidem, Altstadt und neuem Center, sieht Pantförder die Stadt gut aufgestellt im Konkurrenzkampf mit anderen, größeren Städten und ihren Center in der Umgebung sowie mit dem Internethandel.

„Neue Konkurrenz“, so mfi-Vorstand Böning im Hinblick auf den wachsenden Internet-Handel, „ist nicht schlimm“. Er verweis etwa auf den aufkommenden Discounter in den 1970er Jahren. Die Antwort für sein Unternehmen müsse sein, „attraktive Gebäude zu schaffen rund um das Thema Einkaufen“. In zwei Jahren, im Frühjahr 2014 soll die Mall eröffnet werden, lässt sich ermessen, ob mfi das gelungen ist.

 
 

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