Aus "aeterno" wird "Fleischpalast"

Der türkisch-stämmige Unternehmer Metin Durmus hat das leerstehende Gebäude des ehemaligen Bestattungshauses "aeterno" an der Brassertstraße gekauft. Ab Februar will er hier Fleisch von nach muslimischen Ritualen geschächteten Tieren verkaufen und im angeschlossenen Restaurant auch zum Verzehr anbieten.

Marl. Die Idee eines Bestattungshauses mit christlichen Akzenten ist gescheitert. "aeterno", so hieß das 2008 gegründete Unternehmen, hat seinen Betrieb längst eingestellt. In seinen Räumen direkt neben der Dreifaltigkeitskirche in Brassert will Metin Durmus (48), Unternehmer mit türkischen Wurzeln, im Februar einen "Fleischpalast" eröffnen. Zum Kauf und Verzehr anbieten wird er Fleisch von Tieren, die nach muslimischem Ritus getötet (geschächtet) wurden.
Der Unternehmer, der bisher auf Floh- und Wochenmärkten Waren verkaufte und auch im Metallbau schon aktiv war, entwickelte vor Jahren die Idee eines Restaurants, das nach seinen Worten in Deutschland bisher ohne Beispiel wäre. Rind, Lamm und Geflügel will er den Besuchern ("Jeder ist willkommen") anbieten. Für Durmus‘ ursprünglichen Plan, in der Region zu schächten, Tiere von Muslimen Metzgern ohne Betäubung mit einem Kehlschnitt töten zu lassen, gibt es bisher keine Genehmigung vom Kreis. Sechs Mitarbeiter hat Durmus bereits eingestellt.Der Fleischpalast soll sich als luxuriöses Restaurant präsentieren, nicht als Imbiss.

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