Ali Romanoglu ist der neue Hodscha

Die türkische Milli-Görüs-Gemeinde an der Werderstraße hat einen neuen Hodscha. Seit Juni ist dort Ali Romanoglu im Amt. Der 31-Jährige hält das Freitagsgebet auch in deutscher Sprache.

Oer-erkesnchwick. Ali Romanoglu hat georgische und türkische Wurzeln und hat zuletzt in Essen gelebt, wo er auch studiert hat. Der 31-Jährige spricht sehr gut Deutsch und nutzt die Sprache auch bei den Gebeten in den Moschee an der Werderstraße. "Dabei geht es nicht nur um mehr Transparenz hinsichtlich unserer Gebetsinhalte. Ein weiterer Grund dafür ist schlicht und einfach die Tatsache, dass vor allem viele jüngere Gemeindemitglieder mittlerweile besser Deutsch als Türkisch sprechen", klärt Romanoglu am Rande des Tages der offenen Tür auf dem Moscheegelände auf.

Rund 400 Mitglieder, darunter 165 Männer hat die Milli-Görüs-Gemeinde. Sie wird finanziell im Gegensatz zur Ditib-Gemeinde an der Klein-Erkenschwicker-Straße nicht vom türkischen Staat finanziell unterstützt. "Wir müssen alle Kosten selber tragen", sagt Gemeindevorsitzender Recep Dilbaz (40), der seit zwei Jahren in Amt ist. Eigenfinanzierung, das galt auch für den Neubau der Moschee, die an der Werderstraße vor vier Jahren fertiggestellt wurde. "Jetzt sind wir dabei, die letzten Räume des Altgebäudes zu renovieren. Dort befindet sind nun unser Gemeindetreff sowie das Jugendcaf", berichtet Dilbaz.

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