Abbruchbagger rollen noch 2012 an

Umgestaltung des ehemaligen Schlägel & Eisen-Geländes zu einem Gewerbe- und Freizeitpark: Der Schacht-7-Komplex und die Rundhalle sollen abgerissen werden. Foto: Hans Blossey
Umgestaltung des ehemaligen Schlägel & Eisen-Geländes zu einem Gewerbe- und Freizeitpark: Der Schacht-7-Komplex und die Rundhalle sollen abgerissen werden. Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey
Umgestaltung des Schlägel & Eisen-Geländes in einen Gewerbe- und Freizeitpark. Kritik an einziger Zufahrt weist der Hertener Stadtbaurat zurück.

Herten. Es sollte eine Bürgerinformation des SPD Stadtverbands über die Umgestaltung des ehemaligen Zechengeländes Schlägel & Eisen werden. Doch daraus entwickelte sich eine teilweise kontroverse Diskussion, in die sich auch Altbürgermeister Willi Wessel einmischte. Er bemängelte die geplante einzige Zufahrt zu dem Areal unter dem ehemaligen Verwaltungsgebäuden an der Westerholter Straße und schlug eine zweite Einfahrt an der Feldstraße vor.

Stadtbaurat Volker Lindner konnte Wessel beruhigen. „Wir haben die Zufahrtsmöglichkeit an der Westerholter Straße prüfen lassen – selbst 1000 Autos pro Stunde sind da kein Problem.“ Auch Bedenken der Anwohner, dass der hier geplante Kreisverkehr für Radfahrer und Fußgänger ein Problem werden könne, haben die Experten von Straßen NRW als Betreiber der Trasse ausgeräumt.

500 bis 600 Arbeitsplätze sollen auf dem alten Zechengelände.entstehen, nachdem die Bagger, Lkw und schweres Geräte hier ganze Arbeit geleistet haben. Noch in diesem Jahr sind die Abbrucharbeiten am Schacht 7 und seinen Nebengebäuden sowie der Rundhalle geplant. Dass man jedes Gebäude auf seine Nutzbarkeit überprüft habe, betonten Lindner und Benedikt Schmoll, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen (EGSE). „Die Rundhalle zum Beispiel erfüllt die aktuellen Brandschutzbestimmungen nicht. Und für die Nutzung als Basketball-Halle steht sie in puncto Lärmschutz zu nah an der vorhandenen Bebauung.“ Während die Gebäude rund um den Verwaltungstrakt weitgehend erhalten bleiben, traten die Planer beim Komplex Schacht 7 auf die Kostenbremse. Die Erhaltung und Nutzbarmachung des 30 000 m2 großen Areals ist zu aufwändig. Hier rollen die Abbruchbagger an. Beim weithin sichtbaren weißen Schacht 4 muss der NRW-Konservator entscheiden, ob das Bauwerk als Landmarke erhalten bleibt.

Sechs Meter und mehr wird der teilweise kontaminierte Boden abgetragen und auf einem abgedichteten Areal eingelagert. Neue Straße und Entwässerung anzulegen sind weitere Schritte. „Ende 2013 hoffen wir die ersten der 40 Grundstücke für kleinteiliges Gewerbe vermarkten zu können“, so Lindner. „Neu ist hier, dass wir den Betrieben bei der Personalsuche, Fitness- und Kinderbetreuungsangeboten behilflich sind.“

Und die Bevölkerung darf sich freuen. Denn an sechs Punkten wird es Zugänge zu dem neu entstehenden Stadtteilpark geben. Wege und Wiesen laden zum Walken, Skaten und Verweilen ein. Dass auch ein großer Platz für unterschiedliche Aktivitäten entsteht, ist kein Zufall. Denn unter ihm verschwinden die riesigen Fundamente der Schachtanlage 7.

 
 

EURE FAVORITEN