Zwei Geschäfte in Velberter Innenstadt schließen

Ihren Weihnachtseinkauf können Kunden hier noch machen. Am 22. Dezember öffnet „Tchibo“  dann zum letzten Mal in der Fußgängerzone.
Ihren Weihnachtseinkauf können Kunden hier noch machen. Am 22. Dezember öffnet „Tchibo“ dann zum letzten Mal in der Fußgängerzone.
Foto: Uwe Möller
  • Das Schuhgeschäft „Tamaris“ und der „Tchibo“-Laden verlassen die Velberter Fußgängerzone
  • Das Lebensmittelgeschäft „Edeka“ auf der Thomasstraße bleibt vorerst an seinem Standort
  • Wirtschaftsförderung sieht keine Gefahr eines längerfristigen Leerstandes auf der Friedrichstraße

Velbert.  Gleich zwei Geschäfte schließen noch in diesem Winter im Herzen der Fußgängerzone. Während das Schuhgeschäft „Tamaris“ bereits mit roten, riesigen Schildern im Schaufenster den großen Ausverkauf ankündigt, bestätigt jetzt auch die Leiterin der örtlichen „Tchibo“-Filiale: „Ja, wir machen den Laden noch vor Weihnachten zu.“

Bis jetzt sieht im Geschäft noch alles so aus, wie die Kunden es gewohnt sind. Ein nettes Sortiment bunten Allerleis liegt dicht an dicht in den Regalen, es duftet nach Kaffee, für den das Unternehmen so bekannt ist. Von einer Geschäftsschließung ist nichts zu erahnen, aber schon am 22. Dezember „haben wir leider endgültig unseren Letzten“, sagt Filialleiterin Petra La Corte. Über die Gründe der Schließung könne sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern nur spekulieren: „Da spielen viele Faktoren eine Rolle“, erklärt La Corte.

Zwar seien die Umsätze in der Filiale, nicht mehr so hoch, wie noch vor Jahren, der finale Grund für die Schließung sei das allerdings nicht: Die Entscheidungen würden nicht vor Ort getroffen, sondern im Unternehmenssitz in Hamburg. „Wir sind aber jetzt erst einmal ganz weg aus Velbert“, Pläne für eine neue Filiale gebe es nach 15 Jahren auf der Friedrichstraße nicht. Die Angestellten seien zwar traurig über die Entscheidung, würden ihre Jobs jedoch behalten, in andere Geschäfte versetzt. Auch die Kunden sind überrascht: „Wo soll ich denn dann meinen Kaffee kaufen?“, ärgert sich eine Kundin.

Schräg gegenüber wird der Ausverkauf bereits werbewirksam angepriesen: Rote Schilder auf Schaufenstern, Stiefel, Sandalen und etlichen Schuhkartons zeigen die satten Rausschmeißer-Rabatte an: „Ob wir noch in diesem oder Anfang des nächsten Jahres schließen, können wir jetzt noch nicht sagen“, überlegt „Tamaris“-Mitarbeiterin Tuba Berraneb. Lange werden die Damenschuhe in der Fußgängerzone allerdings nicht mehr verfügbar sein: Was weg ist, ist weg. Die Gründe für die Geschäftsschließung werden auch hier nicht genau genannt, ein anderer Standort auf der Friedrichstraße sei ebenso nicht in Planung.

Leerstand sei nicht zu befürchten.

„Eine Untergangsstimmung in Sachen Leerstand sehe ich für diese Lage aber nicht“, sagt Wilfried Löbbert von der Wirtschaftsförderung in Velbert. Was in Zukunft in den Ladenlokalen passiere, wisse er nicht, sicher sei aber: „Das ist eine 1A-Lage, die Geschäfte bleiben erfahrungsgemäß nicht lange leer.“

Die Gerüchte über die Schließung von Edeka in der Thomasstraße können auf Anfrage hin übrigens nicht gefüttert werden: Man werde „noch in’s nächste Jahr“ gehen, mehr könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

 
 

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