Zum Praktikum in den Deutschen Bundestag

Velbert..  Während seines Praktikums wollte Sebastian Hampf nicht nur Kaffee kochen und am Kopierer stehen. Darum bewarb er sich um ein Praktikum im Bundestag – mit Erfolg: Fünf Wochen lang begleitete er die Arbeit der Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese (SPD).

In dieser Zeit nahm er an Anhörungen, Ausschusssitzungen und parlamentarischen Abenden teil, erledigte Schreibaufgaben, beantwortete Bürgeranfragen. Als Student der Politikwissenschaften wusste er zwar theoretisch, auf was er sich da eingelassen hatte, doch sich aktiv für die eigenen Vorstellungen einsetzen zu können, war eine neue Erfahrung. So nutzte er die Chance und argumentierte in einer Ausschusssitzung für die Zahlung des Mindestlohns auch an Praktikanten.

„Ich durfte nicht nur zuschauen, sondern auch mitwirken“, lautet darum sein Fazit. Besonders als Mitglied des Velberter Juso-Vorstands kam ihm dies zugute: Beim Parlamentarischen Abend der Lebenshilfe setzte er sich für ein Projekt des Vereins Pro Mobil ein. Dass das Praktikum ihm solche Möglichkeiten bieten würde, hatte Hampf nicht geahnt. „Ich hatte schon vor dem Praktikum Interesse am Beruf des Politikers“, erklärt er. „Durch die Eindrücke im Praktikum wurde das sogar verstärkt.“

Festlegen möchte sich der 23-Jährige aber nicht. Schließlich liege da noch ein weiter Weg vor ihm. Zumindest von den täglichen Hürden im Politikbetrieb gewann er im Praktikum einen Eindruck. „Jeder scheint am besten zu wissen, was das Beste für die Menschen ist“, berichtet er, „Politik ist deshalb Kompromissbereitschaft“. Soweit die Theorie – wie das in der Praxis aussieht, konnte der Student sich während seines Praktikums selbst ansehen.

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