Wo Velberter ihre Haustiere während des Urlaubs unterbringen können

Pensionshunde sind bei Tierfreundin Uta Schokolinski-Nielsen in guten Händen.
Pensionshunde sind bei Tierfreundin Uta Schokolinski-Nielsen in guten Händen.
Foto: WAZ FotoPool
Für Nager und Katzen gibt es noch freie Plätze, für Hunde wird es schwierig, noch kurzfristig einen Pensionsplatz zu finden. Eine Suchanzeige könnte helfen

Velbert..  Die Sommerferien nahen. Die Flugreise ist gebucht. Wer bis jetzt noch nicht überlegt hat, wohin mit seinem Hund, könnte Schwierigkeiten bekommen. „Wir sind für die Sommerferien fast ausgebucht“, sagt Uta Schokolinski-Nielsen vom Verein Tier- und Naturschutz Niederberg. In der Regel bemühen sich die Hundehalter bereits im Vorjahr um ein Plätzchen für Bello in einem ihrer fünf Hundehäuser mit Auslauf auf dem idyllischen Gelände am Krüdenscheider Weg 83. Aber die Tierfreundin hat auch schon andere Dinge erlebt: „Für Nager wie Degus, Meerschweinchen oder Hasen berechnen wir drei Euro pro Käfig und Tag. Mir ist es schon passiert, dass Leute gesagt haben, da sparen wir uns das Geld und kaufen uns nachher einen neuen Hasen.“ Für Nager hat sie auch aktuell noch Plätze frei, genauso wie für Vögel und auch vereinzelt für Katzen. „Bei Hunden kommt es drauf an – so kann ich einen lieben zehn Jahre alten Labrador sicher noch irgendwo zwischenparken.“

Wer keine Möglichkeit mehr hat, kurzfristig seinen Bello irgendwo unter zu bringen, dem empfiehlt sie, an die Öffentlichkeit zu gehen: „Die Tierbesitzer sollen eine Anzeige aufgeben oder über Facebook publik machen, dass sie nach einem Rentner oder einem Ehepaar suchen, die Lust haben, gegen ein kleines Entgelt den Hund für ein paar Wochen zu übernehmen. Ich kenne viele ältere Leute, die zwar kein eigenes Tier mehr wollen, für eine paar Wochen im Jahr aber gerne mal tierische Gäste hätten.“

Die eigene Leine macht Heimweh

Sechs große Auslaufwiesen hat die Pension und Hundeschule Glanz in Neviges ihren tierischen Feriengästen zu bieten. „Da können die Hunde, je nachdem wie sie sich vertragen, allein oder zusammen laufen. Nach einer Stunde geht es wieder zurück für sie in ihre Zwinger, dann wechseln sie die Wiese und können wieder raus, so dass sie insgesamt fast fünf Stunden am Tag Auslauf haben. Danach sind sie so ruhig und müde, dass sie froh sind, auf ihre ‘Zimmer’ mit Futter und Leckerli zu dürfen“, weiß Inhaberin Christiane Glanz. Wer glaubt, dem Hund mit dem eigenen mitgebrachten Körbchen den Ferienaufenthalt zu versüßen, der irrt, wie die Hundeexpertin erklärt: „Wir nehmen auch keine eigenen Halsbände und Leinen an. Alles, was den Hund an zu Hause erinnert, löst Heimweh aus.“ Das es dazu erst gar nicht kommt, dafür sorgt eine Rundum-Betreuung im Schichtdienst. „Manche brauchen ja auch Medizin. Alle Hunde sollen hier Freude haben, sich wohlfühlen.“ Für die Sommerferien hat sie nur noch eine Warteliste. „Wenn nichts anderes mehr klappt, müssen die Leute halt zu Hause bleiben.“

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