Votum der Räte von Velbert und Heiligenhaus zum Neubau ist gefragt

Neubau hat Vorfahrt: Der Aufsichtsrat der Klinikum Niederberg gGmbH rät dazu, den Schwerpunkt auf die detaillierte Entwicklung und genaue Ausarbeitung dieser Option – insgesamt gibt es drei – zu legen.
Neubau hat Vorfahrt: Der Aufsichtsrat der Klinikum Niederberg gGmbH rät dazu, den Schwerpunkt auf die detaillierte Entwicklung und genaue Ausarbeitung dieser Option – insgesamt gibt es drei – zu legen.
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Gesellschafterversamlung hat getagt. Gremium stellt Verabschiedung der Beschlüsse unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Stadträte

Ende April trifft die Politik sowohl vor Ort als auch in Heiligenhaus möglicherweise zukunftsweisende Vorentscheidungen in Sachen Klinikum Niederberg. Denn am 28. und am 29. finden die nächsten ordentlichen Ratssitzungen statt. Sie werden zeigen, ob und welche Weichenstellung diese Gremien vor dem Hintergrund der bekannten Asbest-Problematik für das Krankenhaus in der Losenburg vornehmen.

Nach WAZ-Informationen befürwortet die Gesellschafterversammlung der Klinikum Niederberg gGmbH, die jetzt getagt hat, prinzipiell das Votum des Aufsichtsrates dieser gGmbH, der den Neubau des Klinikum favorisiert. Dessen entsprechende, kürzlich mehrheitlich ausgesprochene Empfehlung (WAZ berichtete) sieht vor, weder Maßnahmen zum Erhalt der Betriebssicherheit noch einer Sanierung im Bestand mit Teilneubau den Vorzug zu geben, sondern „aus wirtschaftlichen Erwägungen“ die vom Architekten aufgezeigte dritte und weitreichendste Option, nämlich einen Neubau, vorrangig ins Auge zu fassen. Auf diese soll der Schwerpunkt gelegt werden, sie soll entwickelt und genau ausgearbeitet werden.

Damit einher gehen der Wunsch, die erforderlichen Finanzmittel sicherzustellen und hierbei die Möglichkeit der Einbeziehung eines strategischen Investors bzw. Gesellschafters auszuloten. Das würde die Durchführung eines so genannten strukturierten Bieterverfahrens bedeuten. Dabei wird vorher festgelegt, unter welchen Bedingungen sich ein Bieter am Klinikum beteiligen kann.

Wegen der Tragweite dieses „Doppelbeschlusses“ hat die Gesellschafterversammlung in ihrer jüngsten Sitzung ausdrücklich entschieden, die tatsächliche Verabschiedung der Beschlüsse unter den Vorbehalt der Zustimmung durch die Räte zu stellen. Erst dann könnten die Verfahren beschlossen und auch in Angriff genommen werden. Oder aber sie müssten – je nach Ratsentscheidung – überarbeitet werden.

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