Vorfreude aufs Weihnachtsfest

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Bei 150 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Kirchengemeinde Nierenhof ist die Vorfreude aud Weihnachten besonders groß: Fiebern sie doch der Aufführung ihres Musicals entgegen.

Nierenhof.  Quirlige Betriebsamkeit herrscht seit drei Tagen in der Mehrzweckhalle der Evangelischen Kirchengemeinde Nierenhof. Überall stehen Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen zusammen, singen, tanzen, sagen Texte auf, gestikulieren und üben sich darin, ihrem Gesicht einen ganz bestimmten Ausdruck zu verleihen. Und der Eifer, mit dem nicht nur 99 Jungen und Mädchen, sondern auch fast 50 Erwachsene bei der Sache sind, lassen keinen Zweifel daran, dass man sich hier auf etwas ganz Bedeutendes vorbereitet. Und das ist es ja schließlich auch – das 11.. Weihnachtsmusical, zu dem jetzt die Proben begonnen haben.

„Lukas erzählt: Gottes unendliche Geschichte“ lautet der Titel des Stücks, das am 11. Dezember, dem 3. Advent, in der Premiere und danach in drei weiteren Aufführungen gezeigt werden soll. Und das eine ganz besondere Geschichte erzählt: „Nämlich das Gott immer war, dass er ist, und dass er immer sein wird“, erklärt Corinna Kühne. Gemeinsam mit Kinder- und Jugendreferentin Claudia Scheuermann leitet sie das Musical-Projekt. Ein „Mehrgenerationen-Mammutprojekt“, wie beide unisono erklären. Ob in der Küche, beim Bau des Bühnenbildes oder dem Nähen der Kostüme, beim Bereitstellen oder Bedienen der Bühnentechnik oder bei der Betreuung der einzelnen Musical-Gruppen: Jeder, der sich angeboten habe, das Projekt zu unterstützen, habe irgendeine Aufgabe bekommen.

Die halbe Gemeinde macht mit

In der Tat scheint die ganze Gemeinde irgendwie mit in die Arbeiten an dem musikalischen Bühnenwerk eingebunden zu sein. Ein Werk, das aus der Feder der beiden Gemeindemitglieder Erin Koch und Birgit Mühlhaus stammt, und in das Szenen aus allen zehn Musicals eingeflossen sind, die bisher zu Weihnachten in der Mehrzweckhalle aufgeführt wurden.

„Schön ist, dass die Kinder im neuen Stück vieles aus den früheren wiedererkennen“, sagt Corinna Kühne. Was für die Eltern übrigens ebenfalls gilt. Denn: „Viele Eltern, die das Projekt jetzt begleiten, haben vor Jahren selbst mitgespielt“, verrät Claudia Scheuermann. Und auch Co-Reggisseurin Corinna Kühne macht das keine Ausnahme: „Ich war zwar damals schon erwachsen, aber ich selbst habe beim ersten Weihnachtsmusical 2005 auch mitgemacht – ich habe damals einen Engel gespielt“, erinnert sich die Lehrerin.

120 Akteure stehen auf der Bühne

Mit etwa 20 Jugendlichen, die in den nächsten Wochen noch dazustoßen und den Chor bilden, werden bei den Aufführungen dann etwa 120 Akteure auf der Bühne stehen. Und damit dann alles perfekt klappt, muss noch eifrig probiert werden. – auch wenn die Musical-Bibelwoche am gestrigen Donnerstag zu Ende ging.

Die nächsten Probentermine stehen schon fest: Am Freitag, 11. November, findet von 16 bis 17.30 Uhr die Schauspielprobe statt, am 12./13. November gibt’s ein ganzes Probenwochenende. Und bei der Generalprobe, die ganztägig am 10. Dezember stattfindet, darf getrost etwas schiefgehen – dann kann, einer alten Theaterweisheit zufolge, die Premiere nur ein voller Erfolg werden.

Vier Aufführungen bei freiem Eintritt

Übrigens: Nach der Premiere am 11. Dezember (15.30 Uhr) folgen noch drei weitere Aufführungen.Den Senioren st die Aufführung am Freitag, 16. Dezember, 17 Uhr, vorbehalten – es ist auch die einzige, für die Platzreservierungen angeboten werden. Für alle anderen Fans des Weihnachtsmusicals stehen noch zwei Termine zur Auswahl: am 17. Dezember, 15.30 Uhr, und am Heiligen Abend um 14 Uhr.

 
 

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