Volles Haus bei der ersten Velberter Operngala

Chöre, Dirigent und Pianist waren einige der Zutaten zur 1. Velberter Operngala in der Christuskirche.
Chöre, Dirigent und Pianist waren einige der Zutaten zur 1. Velberter Operngala in der Christuskirche.
Foto: WAZ FotoPool
Karl-Heinz Nacke organisierte die erste Velberter Operngala in der Christuskirche. Neben der Männer-Chorgemeinschaft Velbert, die zusammen mit dem MGV Sängerkreis Wülfrath unter der Leitung von Lothar Welzel auftrat , waren auch die Brzoska-Brüder aus Heiligenhaus auf der Bühne.

Velbert..  Überwiegend silberhaarige Köpfe blitzten am Wahlsonntag in der Christuskirche auf. Bei schönstem Eiswetter lockte die 1. Velberter Operngala zugunsten von Kindern in Not Senioren in Scharen an. Organisator und Moderator Karl-Heinz Nacke freute sich sehr: „Ihr Besuch macht uns Mut, in Velbert diese Gala zu starten.“ Wie schon seit etlichen Jahren organisiert Nacke Operngalas für Unicef sowie lokale Kinderhilfsprojekte, und wegen geänderter Rahmenbedingungen an einem der früheren Spielorte, kam nun auch Velbert in den Genuss von Operngassenhauern aus goldenen Kehlen. Zu verdanken ist dies dem Komplott von Nacke mit Schirmherr Altbürgermeister Heinz Schemken, denn der brachte die Idee nach dem Weihnachtskonzert der Männer-Chorgemeinschaft Velbert in der Christuskirche auf. Lediglich die Termingestaltung werde sich künftig ändern, so Nacke, denn Konkurrenz zu Konzerten in unmittelbarer terminlicher Nähe wolle die Gala keinesfalls machen.

Eingesprungen über Nacht

Dann aber waren der Grußworte genug gesprochen und endlich Platz fürs Programm. Das allerdings kam ohne Erläuterungen nicht aus, denn ein anderer als ursprünglich vorgesehen übernahm die Tenorpartien. Ovidiu Purcel war für den am Samstagabend nach einem Konzert verunglückten Yevgenij Nagovitcyn eingesprungen und erfüllte seinen Part mit Bravour, bevor er zu einem weiteren Auftritt in Eindhoven entschwand. Nicht weniger eindrucksvoll meisterten seine Sopran-Kolleginnen Jitka Burgetová und Victoria Safronova ihre Auftritte, stets von Operndirektor Stephen Harrison am Flügel begleitet sowie zweimal von Dimitri Safronov, Altsaxophon.

Selbstverständlich gab es für die Profis auch Unterstützung aus Niederberg. Neben der Männer-Chorgemeinschaft Velbert, die zusammen mit dem MGV Sängerkreis Wülfrath unter der Leitung von Lothar Welzel auftrat und so beliebte Werke wie „Steuermann, lass die Wacht“ oder den Gefangenenchor stimmgewaltig vortrug, waren das Johannes und Alexander Brzoska aus Heiligenhaus. Johannes Brzoska, Violine, beeindruckte mit dem Capriccio Nr. 1 von Niccolò Paganini, bevor er seinem jüngeren Bruder Alexander das Feld überließ. Nicht weniger als die Wilde Jagd, ein Presto furioso, von Franz Liszt spielte der 13-Jährige auf dem Flügel und erntete reichlich Applaus.

Weiße Rosen überreichten schließlich Heinz Schemken und Mitschirmherr Sparkassenchef Jörg Buschmann allen Mitwirkenden, die sämtlich auf eine Gage verzichtet hatten. Die Hälfte des Erlöses geht an den Verein für Velberter Kinder, die andere Hälfte an Unicef.

 
 

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