Vier Kitas aus Velbert erhalten Fördermittel vom Bund

Sprachförderung kommt allen Kindern zugute.
Sprachförderung kommt allen Kindern zugute.
Foto: WAZ FotoPool
Die Velberter Kindertagesstätten Am Schwanefeld, Kollwitzstraße, Abenteuerland und das Familienzentrum Dalbecksbaum kümmern sich besonders um die Sprachförderung ihrer Kinder. Dafür gibt es Mittel aus dem Förderprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ des Bundes.

Velbert.  Kinder wollen sich entfalten, wollen lernen, spielen, lachen. Manchmal allein, aber meist miteinander. Kinder wollen erzählen, fragen, wollen verstehen und verstanden werden. Das geht ohne dieselbe Sprache nicht besonders gut: „Das Erlernen der Sprache ist ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Durch die Fortsetzung der speziellen Förderung bestätigen wir unseren Anspruch, allen Kindern die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu bieten“, betont die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese.

Alltägliches Sprechen üben

Bei Kindern von vier Velberter Kitas kommt das Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ an und fördert: Die Kitas Schwanefeld, Kollwitzstraße, Abenteuerland und das Familienzentrum Dalbecksbaum sind seit etwa drei Jahren im Förderprogramm und freuen sich auf die Weiterführung. Dort, wo die Umsetzung des Förderprogrammes stattfindet, sind Erfolge sichtbar. Das „alltägliche“ Sprechen steht im Vordergrund, wird ständig – oft unmerklich für die Kinder – gefördert. In der Awo-Kita Am Schwanefeld stehen Leiterin Andrea Zabel und ihre Stellvertreterin Andrea Timmermann voll hinter den Möglichkeiten, die ihnen das Programm bietet. Nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund – und das sind fast 90 Prozent in ihrer Kita – nein, auch deutschsprachige Kinder mit Bedarf gehören dazu. Zabel: „Sprachförderung soll allen zugute kommen. Das ist Vorbereitung auf die Schulzeit.“ Und Timmermann ergänzt: „Sprechen fängt auf dem Wickeltisch an und hört mit dem Kita-Ende nicht auf. Kinder fühlen sich ernster genommen.“

Jennifer Pahl, eine der beiden Sprachförderkräfte am Schwanefeld, sieht als oberstes Ziel: Sprechfreude vermitteln. „Viele Kinder trauen sich nicht“, sagt sie, „ weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen. Diese Hemmungen nehmen wir den Kleinen. Auch in deutschen Familien, in denen wenig mit den Kindern gesprochen wird, reden wir mit den Eltern und hoffen, dass ein gewisses Umdenken stattfindet. “

Bei Anke Böhne, Leiterin der Kita Kollwitzstraße, sind alle 116 Kinder in die alltagsunterstützte Sprachförderung einbezogen. „Bei uns arbeitet die Sprachförderkraft nicht nur mit den Kleinen, sondern auch mit den Erziehern und wirkt somit als Multiplikator.“

 
 

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