Verdienstkreuz am Bande für Graf von Bassewitz

Diethard Graf von Bassewitz (Mitte) bekommt den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für sein ehrenamtliches soziales Engagement verliehen. Links: Landrat Thomas Hendele, rechts Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka.
Diethard Graf von Bassewitz (Mitte) bekommt den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für sein ehrenamtliches soziales Engagement verliehen. Links: Landrat Thomas Hendele, rechts Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka.
Foto: Funke Foto Services
  • Der Velberter Diethard Graf von Bassewitz erhält das Verdienstkreuz am Bande
  • Seit 1976 in zahlreichen Ehrenämtern aktiv, Einsatz in Mecklenburg, Essen und Velbert
  • Dank an Weggefährten und die Familie

„Jetzt kommt der schwierigste Teil“, sagt Landrat Thomas Hendele lachend, als er Diethard Graf von Bassewitz das Verdienstkreuz am Bande an den Kragen heftet.

Zuvor hatten er und Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka auf einige Leistungen des Wahl-Velberters zurückgeblickt. Einige, nicht alle, denn „wollten wir alle nennen, würde dies ein langer Abend werden“, scherzte der Landrat. So war von Bassewitz seit 1976 Mitglied der Mecklenburgischen Genossenschaft des Johanniterordens, übernahm dort auch zahlreiche Funktionen: Von 1990 bis 2016 war er Vorsitzender „Regierender Kommendator“, war maßgeblich am Aufbau der Johanniter-Unfallhilfe in Essen beteiligt, Mitglied im Finanzausschuss des Ordens, Vorsitzender des Krankenhaus- und Mitglied im Strategieausschuss.

Nach der Wende engagierte sich von Bassewitz, dessen drei Söhne alle in Velbert zur Schule gingen und dem Hockeyclub angehören, in der Heimat seiner Familie: Er gründete den Förderkreis Renaissancekirche Bristow, hatte schon in den 1980er Jahren – also noch während der deutschen Teilung – Kontakt zur Gemeinde aufgenommen. Weiterhin ist er Mitglied im Kuratorium der Stiftung Bethlehem, in den Kuratorien der Kaiserin Auguste Victoria Stiftung und der Evangelischen Jerusalem Stiftung, im Arbeitskreis Kirche und Wirtschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie im Rotary Club Velbert.

Auszeichnung für Engagement

Landrat Thomas Hendele hob in seiner Laudatio hervor, dass die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande „eine außerordentlich seltene Ehrung ist. Im Kreis Mettmann mit seiner gut halben Million Einwohner, gibt es vielleicht sieben oder acht Auszeichnungen pro Jahr.“ Da sei ein Beleg dafür, dass der Orden nicht leichtfertig vergeben werde. Zumal die Auszeichnung eben nicht „für berufliches, sondern für ehrenamtliches Engagement verliehen wird.“

Diethard Graf von Bassewitz wiederum dankte zahlreichen Weggefährten – „denn ohne die wären all die Leistungen nicht möglich gewesen“ – und natürlich seiner Frau, „für den Freiraum, den sie mir gewährt hat.“ Er nehme die Auszeichnung „stellvertretend für euch alle“ entgegen.

Geboren wurde Diethard Graf von Bassewitz im März 1945, das Taufregister der Kirchgemeinde Bristow weist ihn als letzten Täufling der Familie im alten Gut aus. Die Familie wurde nach Kriegsende enteignet, floh nach Westen. Zunächst in Essen beheimatet, zog die Familie von Bassewitz 1981 nach Velbert.

 
 

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