Velberter WAZ-Redakteur besucht Albert-Schweitzer-Schule

Eine neugierige Truppe: Die beiden vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule an der Deller Straße befassen sich derzeit mit dem Thema Zeitung – und hatten sich bestens auf den Besuch von WAZ-Redakteur Sascha Döring vorbereitet.
Eine neugierige Truppe: Die beiden vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule an der Deller Straße befassen sich derzeit mit dem Thema Zeitung – und hatten sich bestens auf den Besuch von WAZ-Redakteur Sascha Döring vorbereitet.
Foto: Funke Foto Services
Der Velberter WAZ-Redakteur Sascha Döring besuchte die vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Schule und stellte sich den Fragen der Kinder zu seinem Berufsalltag.

Velbert.. Montagmorgen, 10.30 Uhr, die Sonne scheint, es ist kalt. Ich soll an diesem Morgen an einer Schule den Beruf des Redakteurs vorstellen. Nichts Ungewöhnliches, bietet die WAZ doch genau das den Schulen an, die an den medienpädagogischen Projekten des Hauses teilnehmen. Doch sonst sind meine Zuhörer in der achten oder neunten Klasse. Heute geht es zur Albert-Schweitzer-Schule. Einer Grundschule. Ich bin gespannt – und ja, auch ein wenig nervös – wie die Fragerunde mit den kleinen Nachwuchsreportern wohl werden wird.

Doch all meine Bedenken waren unnötig. Zwar sind die Viertklässler genauso gut vorbereitet, wie die Jugendlichen, denen ich bislang immer Unterrichtsbesuche abgestattet hatte. Aber im Gegensatz zu den 14- und 15-Jährigen sind die Kleinen ganz und gar nicht schüchtern. Denn schließlich sind die Jungs und Mädchen gut vorbereitet (worden), haben sich Fragen notiert und können es kaum abwarten, bis sie endlich an der Reihe sind.

Alltag unter die Lupe genommen

„Wann stehst Du morgens auf?, „Wie viele Bilder dürfen in eine Zeitung?, „Wie viele Artikel schreibst du jeden Tag?“ Fast jeder Aspekt unseres Jobs ist interessant. erstaunt nehmen die Kinder zur Kenntnis, dass mein Arbeitstag um 10.30 Uhr mit der Konferenz beginnt – nur um dann nicht weniger erstaunt festzustellen, dass wir dafür auch abends länger in der Redaktion sind. „Und was passiert, wenn die WAZ mal nicht fertig wird?“ fragt ein Junge aus der zweiten Reihe dazwischen. Die Antwort überrascht ihn, denn dieser Fall wird nicht eintreten. „Die WAZ muss fertig werden. Und so lange sind wir auch im Büro.“

Nicht alle Fragen kann ich beantworten – etwa die nach dem Thema meines ersten Artikels. Das liegt schon einige Zeit zurück, ich weiß es wirklich nicht mehr. Besonders fasziniert sind die Viertklässler davon, wie viele Leute daran mitwirken, dass eine Zeitung entsteht: Fotografen, Reporter und Redakteure, Grafiker und Layouter, Drucker, Zeitungsboten. Dazu die Anzeigenabteilung, die für Werbung auf den Seiten sorgt; Sekretärinnen, die sich um Termine kümmern und natürlich die Geschäftsführung.

Während sich die Kinder gegenseitig dran nehmen, um ihre Fragen los zu werden, rutscht ein kleiner Junge immer unruhiger auf seinem Platz hin und her. Seine Frage brennt ihm wohl auf den Fingern, das ist offensichtlich. Erleichter lächelt er, als er endlich dran kommt. Und die Frage überrascht: „Warum ist Zeitunglesen so wichtig?“

Mit dieser Frage hätte ich ehrlich gesagt in einer vierten Klasse nicht unbedingt gerechnet. „Weil Zeitungen Hintergrundinformationen liefern, weil Zeitungen die Berichte aus dem Radio und dem Fernsehen vertiefen. Und weil Zeitung lesen hilft, sich eine Meinung zu bilden – und die braucht ja auch nicht mit der Meinung der Zeitung übereinstimmen.“

 

EURE FAVORITEN