Velberter WAZ-Leser ärgert sich über Verkehrsführung

Als Fußgänger hat man an der Sontumer Straße zur Zeit die Wahl zwischen dem gefährlichen Balancieren inmitten von Fahrzeugen – oder dem Spaziergang über den schlammigen Wiesenstreifen.
Als Fußgänger hat man an der Sontumer Straße zur Zeit die Wahl zwischen dem gefährlichen Balancieren inmitten von Fahrzeugen – oder dem Spaziergang über den schlammigen Wiesenstreifen.
Foto: WAZ FotoPool
Kein Bürgersteig und Autofahrer, die die Sontumer Straße als Abkürzung nutzen: Der Velberter Friedrich Veith ärgert sich und sucht nach Lösungen: Die können die TBV teilweise auch präsentieren.

Velbert..  Friedrich Veith hat als Anwohner der Wallstraße schon so einiges mitgemacht: Seit der Elektronikmarkt im Citypark eröffnet hat, nehmen viele Autofahrer über die Sontumer Straße den Weg hintenherum dorthin. Und natürlich hat sich der Verkehr an der Ecke seit der Eröffnung des Edeka-Centers an der Sontumer Straße noch weiter verstärkt. Zwar gibt es ab dem Lebensmittelcenter einen kurzen Bürgersteig, der hört aber schnell auf und wird dann ein teils sandiger, teils kiesbedeckter Weg, der für Friedrich Veith und vor allem für seine Frau – die zur Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen ist – oft zum Spießrutenlauf wird. „Besonders, wenn es vorher geregnet hat, wird alles zum Sumpf, so dass wir dann auf die viel befahrene Straße ausweichen müssen.“ Seither fragt sich der Anwohner oft, wie das an dieser Stelle weitergehen soll, wenn erst die 70 dort geplanten Wohneinheiten entstanden sind.

Eine Antwort, zumindest eine vorläufige, kann ihm darauf Bernhard Wieneck als Geschäftsbereichsleiter der Technischen Betriebe unter anderem für den Verkehr zuständig, geben: „Es gibt Pläne für einen Ausbau sowohl der Straße als auch des Gehweges in 2016. Allerdings steht die Straße zwar im Finanzplan drin, ob die Maßnahme aber tatsächlich durchgeführt wird, entscheidet sich aber erst im Spätherbst, wenn sie in den Wirtschaftplan kommt.“

Abkürzung zur Langenberger Straße

Mit seiner Anwohnerstraße hat Veith aber noch ein weiteres Problem: „Viele nutzen die Wallstraße als Abkürzung zur Langenberger Straße, hinzu kommt, dass viele Autos hier auf beiden Seiten parken, die Straße also viel befahren und extrem eng ist, ich frag mich, ob da nicht die Möglichkeit einer Verkehrsberuhigung besteht. Zumal die Straße vor der Ansiedlung des Elektronikmarktes nicht durchfahren werden durfte.“ Auch die Problematik dieser Straße ist Wieneck bekannt: „Wir wissen, dass die Straße zugeparkt wird, aber umso mehr Parker an einer Straße stehen, umso langsamer kann sie auch nur befahren werden. Auch mit Verkehrsinseln haben wir eigentlich keine gute Erfahrung gemacht, da geben die Leute eben davor und danach Gas, dass gleiche gilt für Rüttelfelder, die auch wegen des Lärms häufig zu Beschwerden führen. Auch Poller wären an dieser Stelle eher schwierig, weil man wegen des Gefälles Probleme mit der Entwässerung bekommen würde.“

Dass Veith sich aus der eigenen Betroffenheit heraus viele Gedanken um die Verkehrsführung um ihn herum gemacht hat, sieht man auch an seinem Vorschlag, die Fußgängerampel auf der Langenberger Straße in der Nähe der Oststraße länger auf Rot geschaltet zu lassen: „Dann hätten die Anwohner aus der Wallstraße eine Chance, auch mal links dort abzubiegen, das ist wegen der vielen Autos, die zur Autobahn wollen nicht möglich.“ Davon hält Wieneck wenig: „Dann würden sich ja nur noch mehr Autos an dieser Stelle stauen.“

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