Velberter Stadtbezirke besser mit Bussen verbinden

In Spitzenzeiten werden den neuen  zentralen Busbahnhof (ZOB) – heute noch Parkfläche für Pkw – mehr als 40 Busse pro Stunde ansteuern.
In Spitzenzeiten werden den neuen zentralen Busbahnhof (ZOB) – heute noch Parkfläche für Pkw – mehr als 40 Busse pro Stunde ansteuern.
Foto: www.blossey.eu
Der neue zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) zwischen Friedrich-Ebert- und Nedderstraße soll 2015 in Betrieb gehen. Damit verknüpft sein soll auch eine Neuordnung und Optimierung des gesamten Velberter Liniennetzes. Bürgermeister will Einsparungen komplett für die Verbesserung im ÖPNV einsetzen.

Velbert..  Wer sich Auslegeware für 55 Euro pro Quadratmeter leistet, der erwartet was Ordentliches und Haltbares. So denken Privatleute – und wohl auch die neunköpfige „Abordnung“ vom Verwaltungsrat der Technischen Betriebe Velbert (TBV), die jetzt diverse Musterflächen unter die Lupe nahm. Und einstimmig ihre Wahl traf für den Stein, mit dem die Inseln des geplanten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) zwischen Friedrich-Ebert- und Nedderstraße gepflastert werden sollen.

Zeitgemäßer ÖPNV-Knotenpunkt

Laut TBV-Vorstand Ralph Güther handelt es sich um einen oberflächengeschützten, beschichteten Stein höchster Rutschfestigkeitsklasse, der sich auch bereits in Nachbarstädten bewährt habe. Und da die überdachten Inseln für die Fahrgäste an den insgesamt zwölf Haltepositionen so etliche Quadratmeter messen, summiert sich der Pflasterkauf auf rund 100 000 Euro.

In Betrieb gehen soll der ZOB, der zu den von der Verwaltungsspitze forcierten Projekten gehört, mit dem Fahrplanwechsel im Sommer 2015.

Mit ihm bekommt Velbert nicht nur endlich einen zeitgemäßen ÖPNV-Knotenpunkt; er macht auch viele kilometer- und damit geldfressende Parallel- bzw. Mehrfachfahrten überflüssig, ermöglicht es, Fahrzeiten und Verbindungen zu verbessern. Man könne das Liniennetz „attraktiver und wirtschaftlicher“ gestalten, heißt es im aktuellen Sachstandsbericht der TBV.

VRR hat MIttel eingeplant

„Wir stehen vor der kompletten Neuordnung und Optimierung des gesamten Velberter Liniennetzes“, sagt Stefan Freitag. Dazu gehörten zigtausend Umsteigebeziehungen. Die Schwachpunkte, so der Bürgermeister und TBV-Verwaltungsratschef weiter, seien analysiert und bekannt. Im Fokus stünden hauptsächlich die Verbindungen zwischen den Stadtbezirken, vor allem die zwischen Langenberg und Velbert-Mitte. Sein Vorschlag: Die „jährlich rund 200 000 Euro“, die als Ertrag aus der Vermeidung von Parallelfahrten etc. ursprünglich mal als Konsolidierungsbeitrag gedacht waren, nicht einzusparen, sie stattdessen „sinnvoller eingesetzt“ Jahr für Jahr für eine „spürbare Verbesserung“ des ÖPNV vor Ort zu verwenden.

Ein gut funktionierender, unkomplizierter, schneller „ÖPNV wird zunehmend ein richtig wichtiger Standortfaktor. Immer mehr werden darauf angewiesen sein“, ist Freitag überzeugt und hat hier vor allem den demografischen Wandel mit der wachsenden Zahl älterer Bürger im Blick.

Der Bau des ZOB kostet 4 Mio Euro. Die TBV können dabei maximal mit einer Fördersumme in Höhe von 2,8 Mio Euro rechnen, erklärte Arnd Sulimma (TBV) auf WAZ-Nachfrage. Es gebe die Zusage, dass der VRR Mittel eingeplant habe, ein Förderbescheid liege aber noch nicht vor.

 
 

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