Velberter Schulen unterschiedlich mit Technik ausgerüstet

Digitale Lernmittel: In der Klasse 5b der Martin-Luther-King-Schule arbeitet Lehrerin Tanja Preising mit einem Whiteboard.
Digitale Lernmittel: In der Klasse 5b der Martin-Luther-King-Schule arbeitet Lehrerin Tanja Preising mit einem Whiteboard.
Foto: WAZ FotoPool
Während in der vor vier Jahren eröffneten Martin-Luther-King-Schule in Velbert klassische Tafeln nicht mehr aufgehängt wurden, ist die Ausstattung mit Technik in anderen Schulen noch nicht optimal.

Velbert..  Tafel und Kreide? Sucht man in den Klassenräumen der Martin-Luther-King-Schule vergeblich. Das vor vier Jahren neu errichtete Gebäude ist mit neuester Technik ausgestattet. Pro Klasse gibt es einen PC und ein interaktives Whiteboard. Auf die herkömmliche Tafel wird verzichtet. „Für die PCs gibt es extra darauf abgestimmte Software“, sagt Sylvia Kleimann, Schulleiterin der Hauptschule.

Eigene Geräte dürfen die Schüler aber im Unterricht nicht verwenden. „Wir vermissen die Tafel im Schulalltag nicht“, betont die Rektorin, und „natürlich funktioniert auch mal etwas nicht, da streikt ein Beamer oder ein Stift ist kaputt. Dann greifen wir auf das herkömmliche Whiteboard und Overheadprojektoren zurück.“ Doch nicht nur in den Klassenzimmern ist der Technikstandard hoch. „Wir haben noch zwei Räume mit jeweils 16 PC-Einheiten“. Dazu soll noch ein Büro entstehen, in dem die Jugendlichen ihre Lebensläufe und Bewerbungsschreiben fertig stellen können.

Ganz so technisiert geht es am Geschwister-Scholl-Gymnasium nicht zu. „Ja, wir haben technische Mittel, sind damit aber nicht zufrieden und werden es ausweiten“, fasst Rektor Reinhard Schürmann zusammen. „Wir haben drei PC-Räume, mit denen sind wir allerdings zufrieden.“ In den Klassen soll aber künftig auch aktuellere Technik einziehen – und das schon nach den Osterferien. „Von den Schul- und Fördervereinsmitteln werden ein aktives Whiteboard und fünf Whiteboards mit interaktiven Beamern angeschafft.“ Der Schulleiter weiß, dass die Stadt für solche Anschaffungen derzeit keine Mittel hat. „Es gibt ja sogar Einrichtungen, in denen die Schüler bereits nur mit Tablets vollkommen bücherfrei zur Schule kommen, dann ist die Tasche nicht mehr so schwer. Solche Pilotprojekte haben wir hier noch nicht.“

25 Schulen gibt es insgesamt in Velbert. 15 Grundschulen und zehn weiterführende Schulen. Oliver Schmidt von der Schulverwaltung und Medienentwicklung der Stadt erklärt, dass der erste Medienentwicklungsplan der Stadt 2003 aufgestellt wurde. Da wurden die Schulen erstmals standardmäßig mit Computern ausgestattet: „Jede Grundschulklasse hat zwei PCs und jede Schule einen Server.“

Technik wird regelmäßig getauscht

Diese Technik wurde bereits im vergangenen Jahr bei den meisten Grundschulen ausgetauscht, bei einigen findet der Austausch mit der neueren Technik noch in diesem Jahr statt. „Auch bei den weiterführenden Schulen haben wir aktuellere Computer sowohl im pädagogischen als auch im Verwaltungsbereich installieren lassen.“ 800 Geräte sind an den Velberter Schulen eingerichtet und können nun alle mit Windows 7 oder 8 arbeiten.

Regelmäßig werden die Rechner ausgetauscht. Der letzte Medienentwicklungsplan war von 2008 bis 2012 ausgeschrieben. „Die Technik hatte bis dahin einfach ausgereicht. Gerade bei den Grundschülern, die vielleicht nur mal ein bisschen im Internet surfen wollen. Aber da Windows XP wegfällt, bestand nun Handlungsbedarf.“

Die Einschätzung des Experten ist, dass „die Schüler ja meist ihre eigene Technik mit den Smartphones mitbringen. Die haben oft Flatrates und kommen so schnell an Infos. Ich habe schon von Lehrern gehört, dass die Schüler für die Recherche ihre Smartphones nutzen dürfen.“ Der Trend ginge dann zum offenen WLAN. „Das haben wir bislang nur in Langenberg.“ Schmidt merkt an, dass die Umstellung von LAN auf WLAN erhebliche Kosten verursache „und man muss bedenken, dass man da eine Administration vor Ort braucht.“

 
 

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