Velberter Schüler schnuppern im MINT-Labor Berufspraxisluft

Ute Hildebrand-Schute
Das Berufskolleg Niederberg soll im nächsten Jahr ein MINT-Schülerlabor bekommen.
Das Berufskolleg Niederberg soll im nächsten Jahr ein MINT-Schülerlabor bekommen.
Foto: www.blossey.eu
Der Kreis Mettmann will das Berufskolleg Niederberg in Velbert als drittes im Kreis mit einem MINT-Schülerlabor ausstatten. Alle Velberter Schüler der Sekundarstufe I könnten davor profitieren, wenn das Labor zum Schuljahr 2015/16 eingerichtet wird.

Berufs- und praxisorientiert sollen die technischen Experimente sein, die Schüler ab dem Schuljahr 2015/16 im neuen Schülerlabor am Berufskolleg Niederberg machen können. Es soll mit PC’s ausgestattete Arbeitsplätze bekommen, das praktische Arbeiten ermöglichen die Kfz-und die Metall verarbeitende Werkstatt am Berufskolleg. Und: Das Labor steht nicht allein den Schülern des Berufskollegs offen, sondern allen Velberter Schülern der Sekundarstufe I. Auf MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – liegt der Fokus des geplanten Schülerlabors.

Ob es zu der Einrichtung kommen wird, darüber wird in der nächsten Woche der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus des Kreises Mettmann beraten. Die abschließende Entscheidung fällt dann am 25. September im Kreisausschuss. Das Berufskolleg Niederberg wäre das dritte im Kreis Mettmann, das mit einem MINT-Schülerlabor ausgestattet würde.

Einrichtung kostet 125 000 Euro

Der Kreis muss dafür tief in die Tasche greifen. Für die Einrichtung wird mit einmaligen Kosten in Höhe von 125 000 Euro gerechnet. Hinzu kämen jährliche Folgekosten in Höhe von 59 000 Euro im ersten Jahr, 76 000 Euro im Folgejahr bis hin zu 96 000 Euro bei voller Auslastung des Schülerlabors. Dann fallen nämlich auch Personalkosten für Lehrer des Berufskollegs an, die als Dozenten die Betreuung der Schüler in MINT-Labor und Werkstätten übernehmen sollen und dafür freigeblockt sind.

Das Amt für Personal, Organisation und Wirtschaftsförderung schlägt der Politik vor, das dritte Schülerlabor auf jeden Fall einzurichten, weil es eine „sinnvolle inhaltliche Ergänzung“ der bereits bestehenden Angebote sei, auch wenn es dafür keine Mittel aus Förderprogrammen des Bundes oder der EU geben sollte.

Das Berufskolleg hat sein Konzept in Zusammenarbeit mit den Lehrern der weiterführenden Schulen entwickelt. „Wir zeigen den Schülern, wie gewerblich-technische oder kaufmännische Berufe aussehen“, erklärt Michael Stubs, der das Projekt fürs Berufskolleg plant. In den vier- bis achtstündigen Schülerlabor-Besuchen könnten in den Werkstätten beispielsweise kleine Reparaturen durchgeführt oder kleine Werkstücke angefertigt werden, erklärt der Lehrer. An den PC’s wiederum wäre computergestütztes Zeichnen möglich, kleine Modelle könnten am Computer entworfen und anschließend am 3D-Drucker ausgedruckt werden „Das Schülerlabor wäre eine gute Ergänzung unseres Angebotes“, findet auch Christiane Gerhards, seit dem 1. August die neue Schulleiterin am Berufskolleg.