Velberter Ingo Schnappert reist mit dem Wohnmobil nach Sibirien

Ingo Schnappert aus Velbert und die Kölnerin Agnes Schaefer bei einem Stopp in Sibirien.
Ingo Schnappert aus Velbert und die Kölnerin Agnes Schaefer bei einem Stopp in Sibirien.
Foto: Privat
Der Velberter Ingo Schnappert kennt sich aus mit Reisen in Richtung Osten. Diesmal ging es in Begleitung von Agnes Schaefer und einem ukrainischen Freund in Richtung Sibirien: mit Zwischenstopps in Smolensk, Moskau oder Kazan. Auch die Autobahnpolizei hatte Interesse an dem deutschen Reisenden.

Velbert.  Mit Reisen ostwärts hat der Velberter Ingo Schnappert schon Erfahrungen. Sibirien steht seit Anfang Mai wieder auf dem Programm, „ein Abenteuer pur“, wie Schnappert betont. Zusammen mit der Kölnerin Agnes Schaefer legte der Velberter in Berlin einen Zwischenstopp ein, um dann mit sprachlicher Hilfe des dort lebenden Freundes Valerie, dessen Wurzeln in der Ukraine liegen, Richtung Russland mit nunmehr zwei Reisemobilen durchzustarten.

Schnappert lobt die hervorragende Straßenqualität in Polen, gute Umgehungsstraßen, so dass der Grenzübergang nach Weißrussland bereits nach dem zweiten Tag erreicht war. „Unser Wohnmobil wurde von schlecht gelaunten Grenzbeamten einer gründlichen Kontrolle unterzogen – mit Spürhunden!“, berichtet der Velberter. Nach einer Stunde waren Schnappert und seine Mitreisenden durch. Noch einfacher dann das Passieren nach Russland, wo Schnappert vor Jahren einmal zwölf Stunden hatte warten müssen – diesmal ohne Schlange und Warterei.

Das Wetter sonnig geht die Reise durch endlose Rapsfelder weiter Richtung Smolensk. Wer reist, sollte offen sein für neue Bekanntschaften: In der Stadt lernen Schnappert, Schaefer und ihr russisch sprechender Freund drei Sprachstudentinnen kennen, die in Russland deutsche Sprache studieren. „Gerne haben sie für uns den Stadtführer gegeben, bevor wir am Nachmittag dann weiterfuhren Richtung Moskau“, so Schnappert. Und alte Bekanntschaften pflegen: In der russischen Hauptstadt besucht die deutsche Delegation Elena und Alexei, die ihre Gäste traditionell gastfreundlich mit Borschtsch, Graupen-Püree mit Gulasch, Gurken und Tomaten aus eigenem Garten, Käse, Gebäck und Wodka begrüßen.

Weiter geht es Richtung Osten, die Straßen bei Nizny Novgorod und Kazan werden zusehends schlechter, auf Schlaglöcher folgen Krater mit 60 Zentimeter Durchmesser und 20 Zentimeter Tiefe. Die Uhren werden wieder eine Stunde vorgestellt, rund 3000 Kilometer sind nun zurückgelegt. Gearbeitet wird hier mit Hochdruck an den Straßen, denn nur die wenigen frostfreien Monate sind dafür geeignet. Schnappert & Co. gönnen sich in Kazan etwas touristisches Programm mit Stadtrundfahrt in der Kutsche entlang frisch gestrichener Häuser, orthodoxer Kirchen und Moscheen.

In Anfahrt auf Jekatarinburg machen die Reisenden noch Erfahrung mit der Autobahnpolizei. „Verkehrskontrolle! Angeblich sind wir zu schnell gefahren und sollen 500 Rubel bezahlen“, erzählt Ingo Schnappert. Die Deutschen bleiben stur – „Nix verstehen!“ – und werden entnervt durchgewunken.

 
 

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