Velberter Firma zeigt Kfz-Innovation auf Messe in Las Vegas

Präsentiert die neue Schlüsseltechnik: Christian Goldschmidt von Witte Automotive.
Präsentiert die neue Schlüsseltechnik: Christian Goldschmidt von Witte Automotive.
Foto: Witte
Das Velberter Unternehmen Witte Automotive zeigt auf einer Messe für zukunftsweisende Elektronik ein System, mit dem man Autos per Handy öffnen kann.

Velbert.  . Handy dabei = Tür auf. So simpel sieht die Zukunft mit Auto aus, dank einer Lösung von Witte Automotive. Das neue Produkt namens Mobile Access stellte das Unternehmen nun auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor. „Hier werden alle großen, zukunftsweisenden elektronischen Spielereien präsentiert“, erklärt Christian Goldschmidt, Leiter des Mobile Access-Bereichs.

Witte testet das System selbst

„Als mir die Nachrüstlösung präsentiert wurde, habe ich geschmunzelt. Schnell war klar, wenn es funktionieren soll, dann muss es einfach sein.“ Die zunächst recht schwierige Konzipierung wurde schnell „genial einfach.“ Konkret: „Es wird ein Empfänger ins Fahrzeug eingebaut. Dieser kommuniziert mit Handys über eine Nahfeldkommunikation“.

Einen Internetzugang braucht das Auto daher nicht. Eine App, die im Vorfeld auf das Handy gespielt wurde, übermittelt einen verschlüsselten Code an das Fahrzeug. „Die Reichweite beträgt ca 10 bis 20 cm.“ Das sei nicht viel, räumt Goldschmidt ein. Doch „Alternativen wie Bluetooth, die eine Reichweite von bis zu 20 Metern haben, sind nicht abhörsicher.“

Die Zukunft des Mobile Access sieht der Informatiker erst einmal im gewerblichen Bereich, beispielsweise bei Dienstflotten oder Autovermietungen handelt. „Wenn man ein Leihauto mietet, bekommt man den Code auf sein Handy gespielt und kann damit einfach auf das Fahrzeug zugreifen.“ Im Innern befindet sich dann ein Safe, in dem sich der Autoschlüssel befindet. Die Technik sei leicht für nahezu jedes Auto nachrüstbar- „bei den meisten Modellen bis zu 15 Jahren, ist das kein Problem.“

Derzeit wird der Mobile Access intensiv getestet, natürlich wird auch die Autoflotte von Witte Automotive umgestellt. „Wir möchten ja sicher sein, dass wir ein robustes System anbieten“, so Goldschmidt. „Wenn man den Code einmal auf dem Handy hat, funktioniert die Kommunikation auch offline“. Lediglich wenn der Handyakku mal leer sein sollte, stellt sich das Problem, wie man an das Fahrzeug gelangt. „Wenn das Handy aus oder weg ist, kommt die berühmte Ersatzschlüsselregelung ins Spiel.“ Auch sollte die Batterie des Autos nicht ausfallen, denn „das System braucht immer ein kleines bisschen Strom“.

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