Velberter Feuerwehr fängt gefährliche Spinne im Supermarkt

Die Bananenspinne ist die vermutlich giftigste Spinnenart überhaupt.
Die Bananenspinne ist die vermutlich giftigste Spinnenart überhaupt.
Foto: Feuerwehr Velbert
In einem Lebensmittelmarkt in Velbert entdeckte ein Mitarbeiterin eine seltsame Spinne. Erst später kam ihr ein schlimmer Verdacht – und der wurde von der Velberter Feuerwehr und einem Experten bestätigt: Es handelt sich um eine Bananenspinne - ihr Gift kann für Menschen tödlich sein.

Velbert. Dass sie sich in tödlicher Gefahr befand, ahnte sie nicht einmal – die Mitarbeiterin eines Lebensmittelmarktes an der Heiligenhauser Straße. Hatte sie doch am Samstag nur eine Spinne mit einem Becher einfangen wollen. Keine gewöhnliche Spinne allerdings: Das unscheinbar aussehende Tier entpuppte sich später als „Brasilianische Wanderspinne“, auch „Bananenspinne“ genannt – die vermutlich giftigste Spinnenart überhaupt, eine Spinne, deren Gift sogar für Menschen tödlich ist.

Herrenlose Hunde oder entlaufene Pferde, ein in ein Schwimmbecken gefallenes Reh, hin und wieder mal eine exotische Schlange: Was „tierische“ Einsätze angeht, sind sie ja schon einiges gewohnt. Bei diesem Einsatz aber staunten die Feuerwehrleute der Velberter Hauptwache nicht schlecht, als sie es am Samstagabend mit der tödlichen Giftspinne zu tun bekamen.

Karton stand auf Palette mit Bananen

Es ging gegen Feierabend, als die Mitarbeiterin des Lebensmittelmarktes am Samstagabend vor dem Geschäft Krümel aus einem Karton schütteln wollten. Doch aus der Pappschachtel, die zuvor auf einer Palette mit Bananen gestanden haben, kamen nicht nur Krümel: Plötzlich fiel der Frau eine Spinne vor die Füße – die schnurstracks in den Laden zurücklief.

Der Familie kam schlimmer Verdacht

Vergeblich versuchte die Mitarbeiterin noch, das etwa zehn Zentimeter große Tier mit einem Becher wieder einzufangen. Augenblicke später war die Spinne unter einem Regal verschwunden. Ohne dem Vorfall weitere Bedeutung beizumessen, so später die Feuerwehr, habe sich die Mitarbeiterin dann nach Hause begeben. Als sie dort im Familienkreis am von ihrem Erlebnis berichtet habe, sei der Familie anhand der Beschreibung und eigener Recherche im Internet der Verdacht gekommen, dass es sich bei dem Tier womöglich im eine Brasilianische Wanderspinne handeln könne. Die Frau informierte daraufhin noch am Samstagabend ihren Vorgesetzten von ihrem Verdacht.

Mit dem Nudelsieb eingefangen

Der sich erhärtete, als die sofort alarmierte Velberter Feuerwehr die Spinne wenig später an besagter Stelle unter dem Regal auffinden und mit einem Nudelsieb und einem Karton einfangen konnte. „Ein Feuerwehrmitglied aus dem ehrenamtlichen Bereich, der sich hobbymäßig mit Spinnen und Reptilien befasst und ebenfalls informiert wurde, bestätigte, dass es sich um eine Bananenspinne handeln dürfte“, so Reinhard Lüdeke, Sprecher der Velberter Feuerwehr.

Experte: Eine männliche Bananenspinne

Die erhielt übrigens noch am selben Abend endgültige Gewissheit: Ein von der Berufsfeuerwehr Düsseldorf hinzugezogener Experte aus Erkrath identifizierte das Tier zweifelsfrei als männliche Bananenspinne. Die Feuerwehr verständigte daraufhin das Velberter Ordnungsamt über den Fund und beließ die Spinne in der Obhut des Erkrather Experten.

Kommentar Lüdekes als der Einsatz beendet war: „Dass wir wegen einer Spinne ausrücken mussten, das gab es bei uns auch noch nie.“