Velberter Busbahnhof geht im September in Betrieb

Stündlich etwa 40 Busse werden den ZOB ansteuern, für den im Mai 2014 der erste Spatenstich gemacht wurde.
Stündlich etwa 40 Busse werden den ZOB ansteuern, für den im Mai 2014 der erste Spatenstich gemacht wurde.
Foto: FUNKE Foto Services
Pläne für Kiosk, Stehcafé und Lotto-Annahme in direkter Nachbarschaft des neuen ÖPNV-Knotenpunktes. Gegenverkehr auf Teilabschnitt des Innenstadtrings wird geprüft. Stadtwerke stiften eine E-Bike-Station zum kostenlosen Auftanken.

Velbert..  Es ist so Usus: In jedem Jahr gibt es im ÖPNV zwei Fahrplanwechsel. Einen kleinen und einen großen. Der eine im Juni, der andere im Dezember bzw. zu Jahresbeginn. Velberter müssen sich allerdings im September auf weitreichende Veränderungen einstellen. Dann – genauer: am 12. 9. – geht der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Betrieb. Das Datum nannte jetzt Ralph Güther im Gespräch mit der WAZ. Die Vorbereitungen für das Eröffnungsfest seien im Gange.

Wie der Vorstand der Technischen Betriebe Velbert (TBV), die den ZOB für 4,8 Millionen Euro auf dem Areal an der Friedrich-Ebert-Straße direkt gegenüber des Finanzamtes bauen, weiter berichtete, werden die aus Glas und Stahl konstruierten Schutz-Überdachungen Ende Mai errichtet. Dazu gehören auch noch Schutzwände und Sitzbänke. Auf die mittlere der drei Warteinseln kommt eine größere, münzbetriebene WC-Anlage mit separaten Toiletten für die Fahrgäste und Fahrer. „Selbstverständlich selbstreinigend und mit allem Schnick und Schnackel“, sagt Güther und beziffert den Preis der Anlage mit 260 000 Euro. Übrigens bezuschusst der VRR die Baukosten mit 2,8 Millionen Euro.

Der ZOB wird laut TBV-Verkehrsplaner Arnd Sulimma mit so genannten dynamischen, digitalen Fahrgastanzeigen ausgestattet. Und die Stadtwerke Velbert stiften eine E-Bike-Station zum kostenlosen Aufladen der Fahrrad-Akkus.

OV-Linien fahren zum Sportzentrum

An einen solchen Verkehrsknotenpunkt müsse auch Infrastruktur hin, meint Güther überdies. Hierzu sei man mit mehreren benachbarten, interessierten Immobilien-Eigentümern im Gespräch und unterstütze „nach Kräften ihre Bemühungen“, zumal die TBV solche Einrichtungen ja auch gar nicht betreiben dürften. So stellte dieser Tage ein Plakat bereits Kiosk, Stehcafé und Lotto-Annahme in Aussicht, soll es weitere Überlegungen – zum Beispiel hinsichtlich einer Bäckerei und/oder einer Pizzeria – geben.

Im weiteren Umfeld des ZOB soll schon in Kürze an der Poststraße der Taxi-Streifen auf die gegenüberliegende Seite verlagert werden. Zudem wird erwogen, im Verlauf des Innenstadtrings die Thomas- und Teile der Offerstraße ab September für gegenläufigen Verkehr freizugeben, um Autofahrern ärgerliche Umwege zu ersparen.

Nach Auskunft von Wilfried Szuczies (Verkehrsgesellschaft der Stadt Velbert) soll es mit dem Start des ZOB, den alle über Velbert-Mitte laufenden Buslinien ansteuern, eindeutigere Linienführungen geben. Zum Emka-Sportzentrum geht’s dann nicht mehr mit dem 771er Regionalbus, sondern mit den Ortsbussen OV 7 und OV 8.

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