Velberter Bürgermeister empfängt Musik-Preisträger

Der Leiter der Musik- und Kunstschule, Frank Eerenstein, und Bürgermeister Dirk Lukrafka feierten die großartigen Erfolge der Velberter Musikschüler bei „Jugend musiziert“.
Der Leiter der Musik- und Kunstschule, Frank Eerenstein, und Bürgermeister Dirk Lukrafka feierten die großartigen Erfolge der Velberter Musikschüler bei „Jugend musiziert“.
Foto: WAZ FotoPool
26 Schüler der Musik- und Kunstschule Velbert holten beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausschließlich erste und zweite Plätze. Jetzt gratulierten Bürgermeister Dirk Lukrafka und der Musikschulleiter Frank Eerenstein.

Velbert..  Der Geruch von Mohnschnecken und Kaffee schwappt aus dem zweiten Stock der Musik- und Kunstschule. Langsam füllt sich der Konferenzraum, Kinder und ihre Eltern nehmen an dem runden Tisch in der Mitte des Zimmers Platz. Zusammen mit dem Leiter der Schule und dem Bürgermeister wollen sie heute über ihre Teilnahme an dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ sprechen.

Phil Leon und Romy Ricarda zerren zwei Klavierhocker über den dunkelblauen Filzteppich. Machen es sich an dem glänzenden Flügel rechts im Raum bequem. „Notenständer?“, fragt Leiter Frank Eerenstein. Die beiden Elfjährigen schmunzeln amüsiert. „Brauchen wir nicht. Wir können das aus dem Kopf“, sagen sie. Kurze Stille, dann fliegen ihre Finger über die Tasten. Ein Stück aus der Mozart Sonate in D-Dur, vierhändig und fehlerfrei.

26 Treppchenplätze

Laien lässt das staunen, Kenner klatschen höflich. Heute sitzen viele talentierte junge Menschen an einem Tisch zusammen. Sie alle haben auf Kreisebene beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in Langenfeld teilgenommen. Und mächtig abgeräumt. Für alle 26 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Schule gab es ausschließlich erste und zweite Preise, ganze 20 Mal gab es sogar einen ersten Preis. Und neun der Preisträgerinnen und Preisträger dürfen sich auf eine Teilnahme am Landeswettbewerb freuen.

„Zu eurem Erfolg möchte ich Euch herzlich gratulieren und Danke sagen. Das ist ein tolles Zeichen und ein Ansporn für alle, die ein Musikinstrument lernen wollen“, ergreift Bürgermeister Dirk Lukrafka das Wort. „Mir selbst ist das leider nie gelungen – umso mehr bewundere ich das“, gibt er dann noch zu. Seine Fingerkuppen tippen kurz aneinander. „So viele Sieger – ein großartiges Aushängeschild für Velbert“, freut sich Frank Eerenstein und wirft einen Blick in die Runde.

Warum der Erfolg trotzdem nicht die erste Geige spielt, erklärt Leonie Schulz. Sie spielt Querflöte, hat auch den ersten Platz abgeräumt. Und trotzdem: „Am wichtigsten war mir, mit mir selbst zufrieden zu sein“, sagt die Schülerin. Daniel Frost, der Trompete spielt, berichtet: „Es ist ganz gut gelaufen bei mir. Ich musste mir die Kraft gut einteilen. Und furchtbar aufgeregt war ich.“ Das können die Eltern gut nachvollziehen. Eine Mutter meint: „Man selbst ist auch aufgeregt, fiebert mit. Und unter dem Strich zählen nur zehn Minuten. Dabei investiert man so viel mehr.“ Aber wenn das wie in diesem Fall so sehr belohnt wird, ist es die Mühe ja wert.

EURE FAVORITEN