Velbert erhält Zusage für EU-Programm zur Städtepartnerschaft

Klaus Kahle
Auch karnevalistisch wächst Europa zusammen, so wie hier bei einem Treffen zwischen Velbert und Corby.
Auch karnevalistisch wächst Europa zusammen, so wie hier bei einem Treffen zwischen Velbert und Corby.
Foto: WAZ FotoPool
Einheit in der Vielfalt: Das EU-Projekt „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ ermöglicht eine viertägige Partnerschaftskonferenz. Nahezu alle Programmpunkte sind offen für alle. Einladung zu Workshops.

Velbert.  EU-weit sind’s 38, bundesweit haben zwei Städte im Rahmen des EU-Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ eine Zusage zum Aufbau eines Netzwerks zwischen den Städtepartnern erhalten: Frankfurt/Oder und Velbert. Somit erhält die Schloss-Stadt über einen Zeitraum von zwei Jahren 139 000 €, um Fachkonferenzen, internationale Feste und Jugendcamps auf die Beine zu stellen.

Die erste Maßnahme startet in wenigen Tagen: Vom 14. bis 17. November kommen unter dem Motto des EU-Projektes „Einheit in der Vielfalt – soziale Inklusion, ein europäisches Thema“ vor Ort die Städtepartner aus Frankreich (Châtellerault), England (Corby) und Griechenland (Igoumenitsa) sowie eine Delegation aus der Türkei (Hacibektaş) zur Städtepartnerschaftskonferenz zusammen. Um sich besser kennen zu lernen und bei der Bearbeitung konkreter Themen und Probleme möglichst viel voneinander zu lernen.

Alte Beweggründe aufleben lassen

Das Programm ist ambitioniert und hat’s in sich. Und sämtliche Veranstaltungen – ausgenommen der „Internationale Abend“, an dem die Städtepartnerschaftsurkunde mit Hacibektaş unterzeichnet wird – „sind offen für alle“, wie Susanne Susok sagt. Sie hat die Projektleitung, ist die Beauftragte im Bürgermeisterbüro für Städtepartnerschaften. „Offen für alle“ gilt auch für die vier Workshops „Inklusion“, „Jugendarbeitslosigkeit“, „Migration und Armut“ und „Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“. Sie sind ein zentrales Element der Konferenz und werden mit Kooperationspartnern wie „Pro Mobil“, Awo, „Beratung und Projekte“ oder „Internationaler Bund“ als Organisatoren durchgeführt. Die Workshop-Teilnehmer – eine Anmeldung ist nicht erforderlich – treffen sich am 14. 11. um 15 Uhr im Rathaus bzw. tags darauf um 14 Uhr im Offenen Bürgerhaus, Von-Humboldt-Straße 53. Susanne Susok rechnet jeweils mit 20 bis 30 Teilnehmern: „Wir haben aber Platz für ganz viele und würden uns über eine rege Beteiligung sehr freuen.“

Die Projektleiterin betont, dass zu dem Geld von der EU „noch unglaublich viel ehrenamtliches Engagement“ hinzu kommt, ohne das die Konferenz nicht realisiert werden könne. Mit an Bord sind auch die Vorstände der Freundschaftsvereine, die mitunter auch als Dolmetscher fungieren. „Europa ist nur möglich durch Begegnung“, sagt Bernd Tondorf, Vorsitzender des Vereins Velbert-Châtellerault. Dabei gehe es eben nicht nur darum, „Sekt zu trinken, sondern auch zusammen zu arbeiten“. Und auch „die alten Motive und Beweggründe wieder aufleben zu lassen“.

Im Mai 2014 folgen ein internationales Jugendcamp und das Europafest in Velbert im Vorfeld der EU-Wahl. Die dritte Maßnahme des Projektes findet im Herbst in Griechenland statt. Im März 2015 gibt’s ein Treffen in Frankreich; die Abschlusskonferenz ist dann im Juni wieder in Velbert.